Der Knoten Zürich ist bereit für Bahn 2000.

Fünf Einzelprojekte und Investitionen von über 1,5 Milliarden Franken waren nötig, um den Hauptbahnhof Zürich und seine Zufahrten – besser bekannt als Knoten Zürich – bereit für Bahn 2000 zu machen. Dabei wurden alle Bauprojekte realisiert, ohne den Bahnbetrieb im grössten und wichtigsten Schweizer Bahnhof zu beeinträchtigen.

Wenn die SBB am 12. Dezember 2004 ihr Angebot um zwölf Prozent steigert und die Bahn-2000-Devise «Häufiger, schneller, direkter, und bequemer» umsetzt, sind 17 Jahre nach dem Volksentscheid über Bahn 2000 mehrere Milliarden Franken verbaut, insgesamt 160 Kilometer neue Gleisanlagen entstanden und zahlreiche Bahnhöfe modernisiert worden. Bedeutender Investitionsschwerpunkt von Bahn 2000 war dabei der Ausbau rund um den Hauptbahnhof Zürich. Die Aufwendungen in den Knoten Zürich und in die 2. Doppelspur Zürich–Thalwil entsprechen mit 1,5 Milliarden Franken etwa jenen in die Neubaustrecke Mattstetten–Rothrist.

Neben der 2. Doppelspur Zürich–Thalwil, die fast eine Milliarde Franken kostete, bilden vier Projekte im Knoten Zürich die Grundlage dafür, dass der grösste Bahnhof der Schweiz für das enorme Mehrangebot überhaupt über genügend Kapazitäten verfügt. Es sind dies die so genannten Leistungssteigerungen «Hauptbahnhof-Altstetten» und «Hauptbahnhof-Langstrasse», der Bau des S-Bahnhofs Sihlpost sowie der neuen Vorbahnhofsbrücke.

Die grösste Herausforderung bei der Planung und beim Bau dieser Projekte war der Umstand, dass der Bahnbetrieb im grössten Schweizer Bahnhof durch die Arbeiten nicht beeinträchtigt werden durfte. So baute die SBB beispielsweise die neue Vorbahnhofsbrücke mit mehreren hundert Tonnen schweren Trägern bei normalem Bahnbetrieb. Alle vier Projekte wurden in den letzten Jahren fertig gestellt und wurden jeweils umgehend in Betrieb genommen.

Ziel der zwischen Mai 1996 und November 2004 durchgeführten Ausbauten im Knoten Zürich war es, den Bahnhof für den zusätzlichen Zugverkehr fit zu machen, also noch mehr Kapazität zu schaffen. Möglich war dies nur durch ein konsequentes Entflechten der Gleisanlagen für Ein- und Ausfahrten; tatsächlich entspricht noch knapp die Hälfte der Gleisanlagen im Bereich des Zürcher Hauptbahnhofs dem Stand vor dem Ausbau.

Dank der realisierten Bauprojekte werden ab 12. Dezember 2004 sämtliche Fernverkehrszüge in der Haupthalle, also auf den Gleisen 3 bis 18 ein- und ausfahren. Der gesamte S-Bahnverkehr wird entweder via Tiefbahnhof Museumsstrasse (Gleise 21 bis 24) oder via S-Bahnhof Sihlpost (Gleise 51 bis 54) abgewickelt. Für die Bahnreisenden wird es so einfacher, ihre Anschlüsse zu finden, für die Betriebsführung der SBB wird es überhaupt erst möglich, an Werktagen über 1900 Züge in den und aus dem grössten Schweizer Bahnhof zu leiten.

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