Emmental bereit für den grossen Fahrplanwechsel.

Seit dem Wochenende ist die Infrastruktur im Emmental bereit für das ausgebaute Angebot der S-Bahn Bern ab dem 12. Dezember 2004. Die SBB hat die beiden Doppelspurinseln zwischen Bowil und Emmenmatt sowie Konolfingen und Zäziwil erfolgreich in Betrieb genommen. Die gesamthaft drei Bauprojekte bringen den Bahnkunden den Halbstundentakt der S2, den Stundentakt der RegioExpress-Züge Bern–Luzern sowie eine bessere Stabilität im Fahrplan.

Bereits Ende August 2004 hatte die SBB die erste der drei Doppelspurinseln, jene zwischen Worb und Tägertschi, fertig gestellt. Am 4. und 5. Dezember nun gingen auch die beiden anderen Doppelspurabschnitte Konolfingen–Zäziwil und Bowil–Signau–Emmenmatt wie geplant in Betrieb. Gleichzeitig werden die örtlichen Stellwerke und damit der Zugverkehr von Bern bis Trubschachen aus Bern ferngesteuert.

Die zehn Kilometer Doppelspurstrecke ermöglichen, dass sich die Züge der S2 und die stündlichen RE-Züge Bern–Luzern im Emmental auch ausserhalb der Bahnhöfe kreuzen können. Dies erhöht die Stabilität des Fahrplans, weil Verspätungen eines Zuges sich nicht mehr automatisch auf den Gegenzug übertragen. Und gleichzeitig lässt sich mit dem Ausbau der Halbstundentakt der Linie S2 der S-Bahn BernLink öffnet in neuem Fenster. ins Emmental realisieren.


Viel Verständnis der Bevölkerung

Die Doppelspurinseln wurden innerhalb von zwei Jahren unter Vollbetrieb gebaut; die SBB investierte inklusive der neuen Sicherungstechnik rund 105 Mio. Franken. Aus Sicherheitsgründen und damit der Bahnbetrieb im Emmental und durch das Entlebuch aufrecht erhalten werden konnte, mussten viele Arbeiten nachts ausgeführt werden. Die SBB dankt den Anwohnerinnen und Anwohnern für das Verständnis, welches diese den oft unvermeidlich lärmigen Bauarbeiten entgegengebracht haben. Der Dank geht ebenso an die Reisenden in den S-Bahn- und Interregiozügen, welche zeitweise wegen der Bauarbeiten Verspätungen erlitten haben.

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