Bahn 2000: Seit heute 3.00 Uhr früh gilt der neue Fahrplan.

Seit heute Sonntagmorgen um 3 Uhr gilt der neue Fahrplan im öffentlichen Verkehr. Die Umstellung erfolgte pünktlich, der Betrieb lief reibungslos an. Die ersten Züge waren gut besetzt. Viele Kundinnen und Kunden wollten diesen grossen Schritt für den öffentlichen Verkehr in der Schweiz selber «erfahren».

Pünktlich um 5.19 Uhr verliess der Intercity IC 706 heute Morgen Zürich HB in Richtung Bern. Er verkehrt als erster fahrplanmässiger Zug zwischen dem Hauptbahnhof Zürich und dem Bahnhof Bern über die Neubaustrecke Mattstetten–Rothrist. Mit an Bord des gut besetzten Zuges waren zahlreiche Medienvertreter. Thierry Lalive d'Epinay, Verwaltungsratspräsident der SBB, war ebenfalls mit an Bord: «Ich freue mich, dass wir nach mehrjähriger intensiver Vorbereitung jetzt losfahren», erklärte Lalive d'Epinay vor der Abfahrt in Zürich. Er wünschte «allen Kundinnen und Kunden und allen Eisenbahnern in der Schweiz eine gute Fahrt mit dem neuen Fahrplan».

Das Publikumsinteresse am Start von Bahn 2000 ist gross: Nicht nur der erste Intercity Zürich–Bern war gut besetzt; auch im ersten Interregio Bern–Olten–Zürich Flughafen (dieser Zug fährt nicht in den Zürcher Hauptbahnhof) mit Abfahrt um 4.19 Uhr fuhren rund 250 Eisenbahnfans und etliche Medienschaffende mit. Dies war der erste fahrplanmässige Zug über die 45 Kilometer lange Neubaustrecke zwischen Mattstetten und Rothrist. Paul Blumenthal, Leiter Personenverkehr SBB, war mit in diesem Zug: «Das Herzstück von Bahn 2000 ist ans SBB-Netz angeschlossen. Jetzt sind unsere Kundinnen und Kunden am Zug. Nach der vielen Vorarbeit war die erste Fahrt auf den Neubaustrecke wunderbar.»

Der 1. Zug von Bern nach Zürich-Flughafen
«Handshake» zwischen Benedikt Weibel (Vorsitzender der SBB-Geschäftsleitung) und Mathias Tromp, Vorsitzender der BLS-Geschäftsleitung) im Bahnhof Bern. Paul Blumenthal (Leiter Personenverkehr SBB), Peter Fankhauser (Leiter Zugführung Bern) und Stefan Jufer (Lokführer) im 1. InterRegio von Bern nach Zürich Flughafen.

Bereits um 3 Uhr früh war im Hauptbahnhof Zürich symbolisch der Start des neuen Fahrplans erfolgt – mit einem Countdown auf dem grossen Bildschirm und einem kleinen Feuerwerk. Zahlreiche Medienvertreter verfolgten den Start im Zürcher Hauptbahnhof und in den Stellwerken in Zürich und Bern.

Countdown im Hauptbahnhof Zürich
Countdown auf dem grossen Bildschirm inkl. Feuerwerk im Zürcher Hauptbahnhof.

Hansjörg Hess, Leiter Infrastruktur SBB, begleitete die Fahrplanumstellung im Stellwerk Bern: «Bisher lief alles wie geplant. Unsere Leute sind sehr gut vorbereitet auf diesen Tag. Die Motivation ist gross.»

Während des ganzen Tages sind Vertreter der SBB-Spitze in den Zügen unterwegs. Sie werden dabei von Medienleuten begleitet. An verschiedenen Orten in der ganzen Schweiz treffen sich die SBB-Leute mit Partnern der öffentlichen Hand und des öffentlichen Verkehrs, um mit einem «Handshake» Danke zu sagen dafür, dass Bahn 2000 und der neuen Fahrplan realisiert werden konnten.


Bahn 2000 – mehr Zug für die Schweiz

Im Rahmen des Projekts Bahn 2000 hat die SBB in den letzten Jahren 130 grössere und kleinere Bauprojekte realisiert und in Betrieb genommen. Mit Investitionen von rund 5,9 Mia Franken konnte sie das Kostendach von 7,4 Mia Franken deutlich unterschreiten. Die SBB investierte zudem für mehr Reisekomfort insgesamt 2,3 Mia. Franken in neues und moderneres Rollmaterial. Das Ziel von Bahn 2000 – Züge im Halbstundentakt auf den Hauptlinien und bessere Anschlüsse – wurde schrittweise bereits verwirklicht. Heute nun nimmt auch das Herzstück den Betrieb auf, die 45 Kilometer lange Neubaustrecke Mattstetten–Rothrist. Sie ermöglicht dank der zentralen Lage zwischen Bern und Olten einen weiteren grossen Ausbauschritt im Bahnangebot für die ganze Schweiz.

Der neue Fahrplan von Bahn 2000 bietet den Bahnkunden ab heute Sonntag zwölf Prozent mehr Züge und kürzere Reisezeiten: 58 Prozent der Verbindungen zwischen den 40 grössten Bahnhöfen werden für die Reisenden mindestens fünf Minuten schneller. 13 Prozent werden indes langsamer. Jede Stunde werden rund 3000 Anschlüsse gewährleistet. Insgesamt 90 Prozent der Abfahrtszeiten ändern sich.

Da praktisch alle Abfahrtszeiten der Züge und Gleisbelegungen ändern, empfiehlt die SBB den Bahnreisenden, sich vorgängig im Internet, am Schalter oder beim telefonischen Rail Service (0900 300 300/CHF 1,19/Min.) über den neuen Fahrplan zu erkundigen. Auch das Kursbuch, die gelben Abfahrtsplakate und 105 verschiedene Taschenfahrpläne orientieren über das neue Bahnangebot. Gleichzeitig mit dem neuen Fahrplan sind heute Morgen die neuen Tarife des öffentlichen Verkehrs in Kraft getreten. Die Preise steigen damit auf Grund der angebotenen Mehrleistung bei der SBB um durchschnittlich 3,9 Prozent.

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