Bahn 2000: «Störungen gehören zum Alltag der Bahn».

Der neue Fahrplan für Bahn 2000 hat sich bisher auch am zweiten Tag bewährt und sich als stabil erwiesen. Ein Computerabsturz im Stellwerk Wanzwil führte am Morgen um 10.45 Uhr zu einer Störung auf der Neubaustrecke. Der Rechner war nach zwanzig Minuten wieder in Betrieb. Kein Grund zur Sorge: «Solche Störungen gehören zum Alltag der Bahn», sagt Christoph Rudin, Leiter Betriebsführung SBB.

Hunderttausende Pendlerinnen und Pendler fuhren am Montagmorgen mit dem öffentlichen Verkehr zur Arbeit – erstmals mit dem neuen Fahrplan für Bahn 2000. Dabei erwies sich der neue Fahrplan auch dem Pendlerverkehr gewachsen: «Ich bin zufrieden. Alles lief wie erwartet», zog Christoph Rudin, Leiter Betriebsführung SBB, eine erste Bilanz des zweiten Tages. Es habe zwar auch am Montag auf dem SBB-Netz einige Störungen gegeben, «aber das ist normal», sagte Rudin.

Auch der Absturz eines Rechners, wie er sich um 10.45 Uhr im Stellwerk Wanzwil an der Neubaustrecke zwischen Mattstetten und Rothrist ereignete, vermochte Rudin nicht zu beunruhigen: «Natürlich hätten wir uns gewünscht, dass eine solche Störung auf der Neubaustrecke nicht schon am zweiten Tag passiert.» Andererseits habe sich so «die Möglichkeit ergeben, unsere Problemlösungsprozesse auf der Neubaustrecke anzuwenden», sagte Rudin: «Sie haben sich bewährt.»

Zwanzig Minuten nach dem Computerabsturz war der Rechner kurz nach elf Uhr wieder am Netz. Durch den Computerausfall waren die Signale auf der 45 Kilometer langen Neubaustrecke sofort auf Halt gefallen. Die insgesamt sieben Züge, die sich zu diesem Zeitpunkt auf der Strecke befanden, wurden gestoppt. Mit einer Verspätung von maximal 25 Minuten setzten sie ihre Fahrt fort. Zudem mussten infolge der Störung sechs weitere Züge via Burgdorf verkehren und erlitten dadurch eine Verspätung von zehn Minuten.

Neben diesem Vorfall führten im Verlauf des Tages verschiedene technische Störungen und einzelne Probleme mit dem Rollmaterial zu vorübergehenden Behinderungen. Zudem kam es zu wenigen Anschlussbrüchen, wo Reisende wegen Ankunftsverspätung ihres Zuges den Anschluss verpassten. Doch auch diese Vorfälle bewegten sich quantitativ und qualitativ im Rahmen eines durchschnittlichen SBB-Tages.

«Auch der zweite Tag war aus betrieblicher Sicht bisher ein erfolgreicher Tag. Der neue Fahrplan hat sich auch im Pendlerverkehr bewährt», sagte Rudin.

Auch der Binnen-Güterverkehr nahm heute Montag den Betrieb mit dem neuen Fahrplan auf. Er konnte bisher ohne nennenswerte Probleme abgewickelt werden. Ab heute Abend kommt jetzt noch der internationale Transit-Güterverkehr dazu. Rudin: «Jetzt bin ich gespannt auf diese dritte Stabilitätsprobe für den neuen Fahrplan für Bahn 2000.»

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