RailAway AG übernimmt das Incoming-Geschäft.

Die SBB und weitere Schweizer Transportunternehmen bündeln die Incoming-Aktivitäten in Europa. Dazu wird bei der Freizeittochter RailAway AG eine spezialisierte Geschäftseinheit für das Incoming geschaffen. In Deutschland, dem wichtigsten Incoming-Markt, wird zusätzlich die RailAway Incoming GmbH gegründet. Zudem beteiligen sich neu weitere interessierte Transportunternehmungen an der RailAway AG. Ziel ist es, mehr Reisende aus dem Ausland per Bahn in die Schweiz zu bringen und Reisen mit dem öffentlichen Verkehr in der Schweiz zu fördern. Die neue Geschäftseinheit ist ab Januar 2005 operativ tätig.

Der Wettbewerb im europäischen Reiseverkehr verschärft sich laufend. Besonders die Angebote der Billigflieger führen zu entsprechenden Einbussen beim Incoming-Verkehr auf der Schiene. Die SBB und die betroffenen Transportunternehmungen wirken diesem negativen Trend mit gezielten Massnahmen entgegen. Im Zentrum steht dabei die laufenden Verbesserungen im nationalen und internationalen Bahnangebot. So bringt der Fahrplanwechsel vom 12. Dezember 2004 noch mehr Qualität und mehr Direktverbindungen im internationalen Personenverkehr mit den Nachbarländern. Das Angebot soll auch künftig kontinuierlich weiterentwickelt und ausgebaut werden.

Vor diesem Hintergrund haben SBB und Partnerbahnen beschlossen, die Strukturen für die Bearbeitung des Incoming-Verkehrs zu straffen und dafür bei der RailAway AG eine spezialisierte Geschäftseinheit zu schaffen. Diese umfasst das Key Account Management sowie den Direktverkauf von Gruppenreisen und den Internetvertrieb. Im Hauptquellmarkt Deutschland werden die Aktivitäten in der RailAway-Tochter RailAway GmbH zusammengefasst. Die neuen Strukturen gelten ab Januar 2005.

Neu beteiligen sich neben der SBB weitere Schweizer Transportunternehmen an der RailAway AG: Die BLS Lötschbergbahn, die Montreux Oberland Bahn (MOB), die Räthische Bahn, die Matterhorn-Gotthard-Bahn, die Südostbahn, die Jungfraubahnen, die Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees und die Ferrovie Autolinee Regio-nali Ticinesi (FART).

Die Konzentration der Incoming-Aktivitäten bei RailAway bringt den Kundinnen und Kunden entscheidende Vorteile. Neu können neben reinen Fahrausweisen (z.B. Swiss Travel System) verschiedene Drittleistungen wie zum Beispiel Hotels, Events und Ausflüge im Baukastensystems frei kombiniert und gebucht werden. Auf der Ebene des Key-Account-Managements wird die Betreuung der bedeutenden Absatzkanäle in den wichtigsten Quellmärkten intensiviert. Durch die Neuausrichtung wird die bewährte Zusammenarbeit mit Schweiz Tourismus noch weiter ausgebaut. Die gemeinsamen Ziele und Bestrebungen im Dienste der Kunden können so noch gezielter aufeinander abgestimmt und gebündelt werden.

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