Die «Welle von Bern» ist jetzt offiziell eingeweiht.

Die SBB hat am Donnerstag die neue Passerelle des Bahnhofs Bern mit einem Fest für die Bevölkerung und zahlreichen Gästen eingeweiht. Die neue Plattform, bekannt als «Welle von Bern», gibt dem Westzugang des Bahnhofs ein neues, elegantes Gesicht und erleichtert das Umsteigen auf die Züge. Die Bauarbeiten konnten in Rekordzeit abgeschlossen werden.


«Den Architekten Ursula Stücheli und Beat Mathys ist es gelungen, die technischen Anlagen und das Gleisfeld im Westen des Bahnhofs Bern schön mit moderner, prägender Architektur zu ergänzen», sagte Hansjörg Hess, Leiter SBB Infrastruktur, heute Donnerstag in Bern. Anlässlich der Einweihung der neuen Passerelle würdigte er das Projekt. Dieses ging «nach einer Rekordbauzeit von 13 Monaten» bereits zum Fahrplanwechsel im letzten Dezember teilweise in Betrieb. Mit dem Bau des Zugangs zu den Gleisen 1 und 2 sind die Arbeiten jetzt abgeschlossen worden. Die Gesamtkosten für die neue Passerelle, die bereits weit über die Bundesstadt hinaus als «Welle von Bern» bekannt ist, belaufen sich auf rund 25 Millionen Franken.


Rund 180 Millionen Franken in Bern investiert

Die neue, behindertenfreundliche Passerelle wird täglich von bis zu 50'000 Fahrgästen genutzt. Dies sind rund 20'000 mehr als bei der alten Passerelle, welche diese starke Frequentierung nicht bewältigen könnte. Diese wird voraussichtlich im Verlauf des nächsten Jahres abgerissen. Die «Welle von Bern» ist Teil des SBB-Projekts zur Leistungssteigerung im Bahnhof Bern, der seit dem Fahrplanwechsel mit rund 16 Prozent mehr Zügen bedient wird. «Insgesamt hat die SBB zwischen 1999 und 2005 rund 180 Mio. Franken in einen kundenfreundlichen und leistungsfähigen Berner Hauptbahnhof investiert», bilanzierte Hansjörg Hess. Neben der Erneuerung des Hauptgebäudes zum RailCity-Dienstleistungszentrum investierte die SBB mit 84 Millionen Franken einen beträchtlichen Teil des Geldes in die Gleisanlagen, die neue Passerelle und die Bahntechnik, damit der Mehrverkehr abgewickelt werden kann.

SBB-Gesamtprojektleiter Rudolf Burri würdigte das minutiöse Zusammenspiel aller beteiligten Partner beim Bau der Welle; nur so sei es möglich gewesen, das Bauwerk innert der kurzen Zeit und unter vollem Bahnbetrieb fertig zu stellen. Trotz dieser schwierigen Umstände habe es erfreulicherweise keine gravierenden Unfälle gege-ben, betonte Burri. «Ganz besonders bedanke ich mich auch herzlich bei den Kundinnen, Kunden und Anwohnern, die während der Bauzeit viel Verständnis für Lärm und Einschränkungen gezeigt haben.»

Stadtpräsident Alexander Tschäppät freute sich über den neuen Westzugang zum Bahnhof, der in Bern «architektonisch gelungene Akzente» setze. «Gleichzeitig konnte die Qualität des öffentlichen Verkehrsangebots -Bernmobil, Postauto und Bahn - dank guter Abstimmung der Fahrpläne und neuer Haltestellen wie denjenigen für das Postauto weiter verbessert werden», sagte Tschäppät.


Einweihungsfest für die Bevölkerung

Anschliessend an den kurzen offziellen Teil hat die SBB die «Welle von Bern» am Donnerstag mit einem Fest für die Bevölkerung feierlich eingeweiht. Dieses startete um 17.30 Uhr mit einem Konzert der a-cappella-Band «bagatello», gefolgt von «Chica Torpedo»-Salsa-Rythmen und der Single-Taufe mit Polo Hofer. Ab 21 Uhr schliesslich ermöglichten fünf DJs den Festbesuchern bis in die Nacht hinein eine Reise durch 40 Jahre Musikgeschichte.

Hinweis an die Redaktionen: Aktuelle Bilder der neuen Passerelle in Bern finden Sie im Internet unter www.sbb.ch/foto (Rubrik Aktuelles) zur kostenlosen Publikation.

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