Punktuelle Verbesserungen im Fahrplan 2006.

Am nächsten Sonntag ist Fahrplanwechsel: Dieser bringt im Gegensatz zum Vorjahr nur wenige Veränderungen bei den Bahnverbindungen. Punktuelle Verbesserungen gibt es vor allem im Tessin und in der Romandie. Neu sind der einheitliche Zuschlag von fünf Franken zum Lösen von Billetten in den Fernverkehrszügen, die verkürzte Geltungsdauer von Retourbilletten ab 116 Kilometer sowie die modifizierten, kostenlosen Taschenfahrpläne.

Mit dem Fahrplanwechsel im letzten Dezember hat die SBB das Zugsangebot dank zahlreicher Infrastrukturausbauten und der Neubaustrecke Mattstetten–Rothrist schweizweit markant ausgebaut. Der nächste Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2005 bringt den Kunden nun kleinere, punktuelle Angebotsverbesserungen. Im Regionalverkehr wird bei einzelnen Linien der Halbstundentakt ausgebaut.

Die wesentlichsten Veränderungen für die Reisenden sehen wie folgt aus:


Nationaler Fernverkehr

  • Genf–Biel: Der ICN 647 Genf Flughafen–Basel verkehrt auf dem Abschnitt Genf Flughafen–Biel neu täglich statt nur am Sonntag (Genf ab 21.13, Biel an 22.41).
  • Bern–Interlaken/Bern–Brig: Die Abfahrtszeiten der zwei Verbindungen werden in Bern durchgehend abgetauscht (xx.06 nach Brig, xx.09 nach Interlaken). Dadurch profitieren die Reisenden zwischen Bern und Interlaken Ost beziehungsweise Bern–Brig von kürzeren Fahrzeiten von 3 bzw. 4 Minuten, da der heutige lange kreuzungsbedingte Aufenthalt im Bahnhof Spiez verkürzt wird.
  • Sargans–Zürich: Sargans erhält neu eine stündliche Nonstop-Verbindung nach Zürich. Die IC (Basel–) Zürich–Landquart–Chur halten neu auch in Sargans. Damit gewinnen die Reisenden ab Sargans viel Komfort und eine knappe Viertelstunde auf ihrem Weg nach Zürich.


Internationaler Fernverkehr

  • Genf–Marseille: Neue tägliche TGV-Frühverbindung von Genf nach Marseille mit Halt in Lyon, Valence und Avignon (Genf ab 6.40, Marseille an 10.12). Am Abend verkehrt der TGV ab Marseille um 18.59 (Genf an 22.33).
  • Zürich–Zug–Pisa: Der EuroCity Zürich–La Spezia (–Zürich) wird nach Livorno verlängert und bedient dabei auch den Badeort Viareggio sowie Pisa. Ab Zürich und Zug heisst es damit: Ohne Umsteigen zum schiefen Turm. Zudem sind nun viele familienfreundliche Badeorte in der Toskana mit einmaligem Umsteigen in Pisa oder Livorno erreichbar. Der Fahrplan der neuen Verbindung ist wie folgt: Zürich ab 11.09, Zug ab 11.32, Livorno an 20.30. Retour: Livorno ab 11.26, Zug an 20.27, Zürich an 20.51.
  • Basel–Luzern–Venedig: Die bisherige Direktverbindung Basel–Luzern–Milano–Nizza (–Basel) wird neu nach Venedig geführt. Damit entsteht eine attraktive Tagesverbindung von der Nordwest- und Zentralschweiz in die Lagunenstadt (und retour). In Milano besteht weiterhin guter Anschluss nach Genua und Nizza. Der Fahrplan der neuen Verbindung ist wie folgt: Basel ab 09.04, Luzern ab 10.21, Venedig an 18.08. Retour: Venedig ab 11.52, Luzern an 19.38, Basel an 20.51.
  • Basel–Bern–Brig–Milano–Venedig: In Brig entsteht ein neuer Anschluss an den CIS 37, welcher via Milano direkt nach Venedig verkehrt. In Milano bestehen optimale Anschlüsse Richtung Bologna, Florenz und Rom. Der Fahrplan der neuen Verbindung ist wie folgt: Basel ab 08.00, Bern ab 09.06, Brig an 10.42; Brig ab 10.48, Milano an 12.35, Venedig an 15.38. Dadurch wird das bestehende Angebot in Richtung Italien durch eine weitere attraktive Verbindung ergänzt.

  • Zusammenfassung und Übersicht der Fahrplanänderungen beim Fern- und Regionalverkehr.


9,5 Millionen Taschenfahrpläne

Die Bestseller werden auch dieses Jahr die handlichen Taschenfahrpläne sein: Die SBB stellt den Kundinnen und Kunden wiederum kostenlos insgesamt 9,5 Millionen Stück der Städte- und Regionalfahrpläne zur Verfügung. Der Städtefahrplan erscheint in 97 Versionen. Hinzu kommen 21 verschiedene Regionalfahrpläne sowie zwölf internationale Taschenfahrpläne. Die Taschenfahrpläne wurden nach den Erfahrungen im letzten Jahr überarbeitet, modifiziert und nach einer Befragung der Kunden verbessert. Alle Bahnverbindungen finden sich im Onlie Fahrplan oder im neuen Kursbuch, das an den Schaltern unverändert für 16 Franken erhältlich ist.


Änderungen bei Zuschlägen und Fahren ohne gültigen Fahrausweis

Neu gilt beim Lösen eines Fahrausweises in den Fernverkehrszügen ein einheitlicher Zuschlag von fünf Franken. Bisher galt ein Zuschlag von 10 Prozent oder mindestens drei Franken. Klassen- und Streckenwechsel sind weiterhin ohne Zuschlag erhältlich, dafür gilt bei den Klassenwechseln neu ein Mindestpreis von fünf Franken. Nach wie vor gilt der Grundsatz, dass ein Billett vor Fahrtantritt zu lösen ist. Wer ohne gültigen Fahrausweis im Regionalzug unterwegs ist, bezahlt einen Zuschlag von 80 Franken. Im Wiederholungsfall sind ab dem 1. Januar 2006 gestaffelt höhere Zuschläge von 120 und 150 Franken fällig. Gegen notorische Schwarzfahrer wird künftig die Strafverfolgung eingeleitet.

Auf den Fahrplanwechsel ändert wie angekündigt auch die Geltungsdauer der Retour- und Rundfahrtbillette für Reisen ab 116 Kilometern. Neu sind die Retourtickets für längere Reisen noch 10 Tage statt bisher einen Monat lang gültig. Als Alternative kann am Schalter auch eine Zweifahrten-Karte gelöst werden, deren Gültigkeit ein Jahr beträgt. Diese muss vor jeder Fahrt entwertet werden. Retourbillette für Strecken bis 115 Kilometer bleiben unverändert einen Tag gültig.

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