Intercity-Neigezüge der SBB ab 2008 am Gotthard.

Die Eröffnung des Lötschberg-Basistunnels im Dezember 2007 wirkt sich direkt auf das Angebots-Konzept der SBB am Gotthard aus. Im Rahmen eines Gespräches mit den zuständigen Stellen der Gotthard-Kantone und des Gotthard-Komitees hat die SBB erste Lösungsansätze für ein Angebotskonzept am Gotthard ab dem Jahre 2008 präsentiert. Im Zentrum steht dabei die bessere Erschliessung des Tessins für Luzern und Basel durch den Einsatz von Intercity-Neigezügen der SBB.

Im Dezember 2007 wird voraussichtlich der Lötschberg-Basistunnel eröffnet. Dessen Inbetriebnahme wird zu einer deutlichen Verkürzung der Reisezeiten auf der Nord-Süd-Achse führen. Für die Verbindungen Schweiz–Italien beschafft die Cisalpino AGLink öffnet in neuem Fenster. (eine Tochtergesellschaft von Trenitalia und SBB) bekanntlich 14 neue Hochgeschwindigkeits-Neigezüge. Diese kommen sowohl auf der Lötschberg- als auch auf der Gotthardachse zum Einsatz. Mit diesen Zügen lässt sich eine deutliche Beschleunigung auch am Gotthard realisieren. Damit kann eine langjährige Forderung der Gotthard-Kantone und des Gotthard-Komitees erfüllt werden. Gleichzeitig werden die direkten Verbindungen vom Tessin nach Mailand optimiert.


SBB-Neigezüge am Gotthard

Das von der SBB vorgeschlagene Konzept sieht zusätzlich den Einsatz von Intercity-Neigezügen (ICN) auf der Strecke Basel über Luzern nach Lugano vor. Dadurch ergeben sich die folgenden Verbesserungen:

  • Bahnkunden, die von Luzern ins Tessin reisen, profitieren von einer Fahrzeitreduktion von 14 Minuten, auch ohne Umsteigen in Arth-Goldau. Zwischen Arth-Goldau und Lugano gibt es dadurch einen sauberen Stundentakt.
  • Im Tessin führt das neue Konzept dazu, dass sich in den Knoten Lugano und Bellinzona optimale Anschlüsse realisieren lassen. Weil beim neuen Konzept sowohl von Zürich und Luzern schnelle Verbindungen mit Neigezügen angeboten werden, resultiert eine optimale Verteilung des Passagieraufkommens.
  • Zwischen Bellinzona und Mailand plant die SBB alternierend mit den Neigezügen der Cisalpino AG einen zweistündlichen Interregio. Daraus ergeben sich stündliche Verbindungen vom Tessin nach Mailand. Dabei sind alle Anschlüsse in Mailand gewährleistet. Zusätzlich ergeben sich in Bellinzona optimale Anschlüsse vom Interregio Basel–Luzern nach Lugano/Mailand. Chiasso wird neben dem geplanten Viertelstundentakt im Regionalverkehr durch die zweistündlichen Interregios bedient. Zusätzlich verkehren jeweils am Morgen drei ICN ab Chiasso nach Luzern–Basel und am Abend in die Gegenrichtung wieder bis Chiasso.

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