SBB und Südostbahn vereinfachen Eigentumsgrenzen.

Die SBB und die Südostbahn (SOB) bereinigen die historisch gewachsenen, ineinander verflochtenen Eigentumsgrenzen zwischen den beiden Bahnnetzen und in den Gemeinschaftsbahnhöfen. Damit werden Eigentum und Verantwortung für die heute teilweise gemeinsam betriebenen Anlagen künftig klar dem jeweiligen Hauptnutzer zugeschieden.

Folgende Bereiche der Bahninfrastruktur werden auf 1. Januar 2006 neu angesiedelt:

  • Die SOBLink öffnet in neuem Fenster. scheidet aus der Gemeinschaft des Bahnhofs St. Gallen aus und gibt ihren Eigentumsanteil an die SBB ab. St. Gallen wird damit zum zentralen Bahnknoten der SBB in der Ostschweiz und ist das Herzstück der S-Bahn St. Gallen.
  • Die SBB überträgt der SOB:
    – den SBB-Teil des Bahnhofs Lichtensteig (56 Prozent der Anlagen des Abzweigebahnhofs Richtung St. Gallen bzw. Wil sind heute im Besitz der SBB, 44 im Eigentum der SOB).
    – den Gemeinschaftsbahnhof Wattwil (der Bahnhof steht heute im Eigentum der SBB, wird aber als Gemeinschaftsbahnhof betrieben).
    – den Bahnhof Ebnat-Kappel (heute von der SOB gepachtet).
    – das bergseitige, zwei Kilometer lange Gleis Lichtensteig–Wattwil (das talseitige Gleis ist bereits im Eigentum der SOB).
    – die vier Kilometer lange Pachtstrecke Wattwil–Ebnat–Kappel.

Die Verantwortung und Finanzierung des Umbauprojekts Lichtensteig–Wattwil geht von der SBB an die SOB. Die SBB realisiert das Projekt als Totalunternehmerin im Auftrag der SOB.

Das Personal der Bahnhöfe von Wattwil und Lichtensteig erhält die Möglichkeit, von der SBB zur SOB zu wechseln. Durch die Fernsteuerung der Strecke reduziert sich die Stellenzahl von heute 14 auf 5. Es sind keine Kündigungen vorgesehen.

Die Führungsgremien beider Unternehmen haben im Dezember der Rahmenvereinbarung, welche die Netzbereinigung regelt, im Grundsatz zugestimmt. Die finanziellen Details werden in den kommenden Monaten zwischen den beiden Bahnen, den betroffenen Kantonen sowie dem Bundesamt für Verkehr geregelt.

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