Frierende Reisende nach Lokdefekt auf der Neubaustrecke.

Ein Lokdefekt bei einem Intercity-Zug Bern–Zürich hat gestern Mittwoch kurz nach 17.35 Uhr für die Reisenden im betroffenen Zug auf Grund einer unglücklichen Disposition massive Verspätungen zur Folge gehabt.

Der IC 735 Bern–Zürich war am Mittwoch um 17.35 wegen eines Kurzschlusses an der Lokomotive bei der Ausfahrt aus dem Grauholztunnel bei Mattstetten stehen geblieben. Der Zug konnte nicht mehr weiterfahren. Deshalb entschloss sich die SBB, den Zug mit einer Diesellok und reduzierter Geschwindigkeit abzuschleppen bis nach Zürich. Etwa auf Höhe Olten ging dann langsam die Notstromversorgung aus, was zu einem Temperaturabfall im Zug führte; viele Reisende begannen zu frieren. Der Zug hielt deshalb schliesslich in Aarau. Dort konnten die Reisenden des IC 735 auf andere Züge umsteigen.

Vom Lokdefekt waren hinter dem IC 735 zwei weitere Schnellzüge indirekt betroffen: Diese mussten wenden und dann über die Stammstrecke Bern–Olten verkehren. Diese Reisenden erhielten rund eine Stunde Verspätung. Das Abschleppmanöver und Umsteigen hatte für die Reisenden Verspätungen von bis zu gut drei Stunden und damit grosse Unannehmlichkeiten zur Folge. Die Abläufe im Fall einer solchen Störung werden genau überprüft, so dass in einem ähnlichen Fall besser reagiert werden kann.

Die SBB bedauert die Unannehmlichkeiten und bittet die betroffenen Kundinnen und Kunden um Verständnis.

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