Theater St. Gallen zieht in die Lokremise ein.

Die Lokremise in der Stadt St. Gallen steht nach dem Auszug der Sammlung Hauser und Wirth vor einer neuen Zukunft: Das Theater St. Gallen wird darin zwei Theatersäle einrichten, weitere Anbieter sollen das Angebot abrunden und so die Lokremise als kulturellen Treffpunkt erhalten.

Das 1911 fertig gestellte Gebäude diente jahrzehntelang als Remise für Lokomotiven aller Art. 1998/1999 wurde die Lokremise – das Gebäude stand bereits mehrere Jahre leer – und der dazugehörende Wasserturm von der Sammlung Hauser und Wirth umgebaut und bis 2004 für Ausstellungen zeitgenössischer Kunst genutzt. Nach sechs national und international viel beachteten Ausstellungen in der Lokremise bezog die Sammlung Hauser und Wirth im Januar 2005 neue Räumlichkeiten ausserhalb St. Gallens, weil das Platzangebot den Ansprüchen der Sammlung nicht mehr genügte. Die SBB möchte nun mit einem neuen Nutzungskonzept den hohen kulturellen Anspruch der letzten Jahre fortführen und das Gebäude in seiner historischen Einzigartigkeit für die Nachwelt erhalten.

Am vergangenen Freitag, 11. Februar 2005 unterzeichneten das Theater St. Gallen und die SBB einen Vorvertrag. Das Theater St. Gallen wird in der Lokremise zwei Theatersäle einrichten. Einer dieser beiden Säle soll für Tanzaufführungen genutzt werden und der andere Saal steht Werken diverser Sparten zur Verfügung, welche die Aufführungen im Theatergebäude ergänzen.

Der Theaterbetrieb soll durch ein kulinarisches Angebot ergänzt werden, das vorsieht, auch am Mittag ein Restaurant für die umliegenden Büros, Schulen und Geschäfte zu betreiben. Im Moment führt die SBB Gespräche mit Interessenten, die den Restaurationsbetrieb übernehmen möchten. Ergänzend zum Theater- und Gastronomiebetrieb verhandelt die SBB mit Anbietern aus anderen Gebieten, die das Angebot in der Lokremise abrunden könnten.

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