Der Bahnhof Wil wird im Zusammenhang mit der «S-Bahn Zürich 3. Teilergänzung» ausgebaut.

Heute Morgen wurde in Wil SG symbolisch der Grundstein für den Bahnhofausbau gelegt. Behörden- und SBB-Vertreter informierten über das Bauprojekt und strichen die Bedeutung des Bahnhofs Wil im Zusammenhang mit der «S-Bahn Zürich 3. Teilergänzung» heraus. Ab Fahrplanwechsel im Dezember 2005 verkehrt die S35 werktags zwischen Winterthur und Wil halbstündlich. Werner Müller, Abteilungsleiter öffentlicher Verkehr des Kantons Thurgau, Bruno Gähwiler, der Stadtpräsident von Wil, und Peter Jedelhauser, Leiter Projektmanage-ment bei der SBB, haben heute Morgen am Bahnhof Wil den Grundstein für den neuen Perron am Gleis 6 gelegt. Der 170 Meter lange Perron wird für die Angebotsverbesserung ab Fahrplanwechsel im Dezember 2005 benötigt. Dann wird die S35 werktags von 6 bis 20 Uhr zwischen Winterthur und Wil im Halbstundentakt verkehren. Jedelhauser hob die Bedeutung des Bahnhofs Wil hervor: «Im Schnittpunkt von Ostwind und dem Zürcher Verkehrsverbund hat der Bahnhof Wil eine zentrale Rolle.»

Für diesen Angebotsausbau passt die SBB auf der Strecke zwischen Wil und Guntershausen zudem die Signalisation an, damit die Züge in kürzeren Abständen hintereinander fahren können. Mit dem Fahrplanwechsel 2005 soll für Bahnreisende von und nach Räterschen, Elgg, Guntershausen und Sirnach das Ein- und Aussteigen bequemer werden: An diesen Stationen werden Perronhilfstritte montiert. Sämtliche Arbeiten werden voraussichtlich im Oktober 2005 abgeschlossen sein.

Die Stadt Wil ergreift diese Gelegenheit, um beim Hausperron das Dach zu verlängern, damit künftig auch Bahnreisende der ersten Klasse trockenen Fusses in Wil ein- und aussteigen können. Für den Angebotsausbau auf der S35 investieren die Kantone Thurgau und St. Gallen sowie die SBB 5 Millionen Franken. Werner Müller unterstreicht, warum sich der Kanton Thurgau für den Ausbau engagiert: «Im Wissen, dass attraktive Bahn- und Busverbindungen die Standortentscheide von Unternehmungen und privaten Haushalten künftig noch stärker als bisher beeinflussen werden, misst der Thurgauer Regierungsrat dem Ausbau es öffentlichen Verkehrs eine hohePriorität zu.»

Seit der Inbetriebnahme der S-Bahn Zürich im Jahr 1990 hat sich die Zahl der Reisenden im Zürcher Verkehrsverbund ZVV beinahe verdoppelt. In den nächsten zehn Jahren rechnen ZVV und SBB mit weiteren 40 Prozent Mehrverkehr. Damit stösst die S-Bahn auf verschiedenen Strecken an ihre Kapazitätsgrenzen.

Das Projekt S-Bahn Zürich 3. Teilergänzung ist ein Gemeinschaftsprojekt der Kantone Zürich, Aargau, Thurgau und St. Gallen sowie der SBB. Bis Ende 2007 werden punktuelle Ausbauten der S-Bahn Zürich die Mobilität in der Grossagglomeration verbessern. Das gesamte Investitionsvolumen der 3. Teilergänzung beträgt rund 220 Millionen Franken. Informationen zur S-Bahn Zürich 3. Teilergänzung sind unter www.sbb.ch/bahnausbauten abrufbar.

Weiterführender Inhalt