Luzern und die SBB setzen «grands frères» ein.

Der Kanton Luzern, die Verkehrsbetriebe Luzern (vbl), die Zentralbahn (zb) und die SBB spannen zur Eindämmung von Vandalismus und Gewalt im Regionalverkehr zusammen. Die in einem Pilotversuch eingesetzten «grands frères» sollen das subjektive Sicherheitsgefühl der Fahrgäste in Zug und Bus erhöhen.

Der Kanton Luzern, vbl, zb und SBB starten heute in Luzern den Präventions-Pilotversuch «grands frères». Jugendliche Stellenlose zwischen 18 und 30 Jahren, rekrutiert durch das regionale Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) und die SBB, werden als so genannte «grands frères» im Regionalverkehr eingesetzt. Die Ausbildung der Jugendlichen wird durch die SBB finanziert und durch das Zentrum für Konfliktgestaltung in Zug vermittelt.

In einer ersten Phase werden 18 Stellenlose, darunter neun «grands soeurs» eingesetzt. Sie durchlaufen eine zehntägige Ausbildung im Bereich Mediation, um Präventionsaufgaben übernehmen zu können. Gleichzeitig fassen sie wieder Fuss in der Arbeitswelt. Finanziell entschädigt werden sie mit Leistungen der Arbeitslosenkasse im Rahmen der üblichen Taggelder. Das Staatsekretariat für Wirtschaft (seco) unterstützt diese Initiative, die in den Kantonen Waadt und Glarus bereits erfolgreich läuft.

Das Projekt «grands frères» ist Bestandteil des SBB-Labels RailFair, das eine ganze Palette von Präventionsmassnahmen beinhaltet. Die «grands frères» ergänzen die bisherigen Sicherheitsmassnahmen der SBB wie vermehrte Stichkontrollen, erhöhte Präsenz der Bahnpolizei, Begleitung der S-Bahn Zürich ab 21 Uhr oder die Videoüberwachung im Regionalverkehr.

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