Neues Konzept für regionale Freiverladzentren im Binnengüterverkehr.

SBB Cargo organisiert den Freiverlad per Ende 2005 neu. In Zukunft stehen den Kunden 200 multifunktionale Freiverladzentren zur Verfügung sowie zusätzlich 40 saisonal geöffnete Zentren für den Zuckerrübenumschlag. Für die Erhöhung der Sicherheit beim Verlad von Stammholz sowie für gezielte Kapazitätsausbauten sind Investitionen von rund 12 Mio. Franken vorgesehen. Die Bedienung der schlecht ausgelasteten Freiverlade mit weniger als einem Güterwagen pro Tag wird im Gegenzug aufgegeben, die Transporte über benachbarte Bahnhöfe abgewickelt.

Über die Freiverladezentren wickelt SBB Cargo Transporte für Kunden ohne private Anschlussgleis ab. Der Freiverladverkehr trägt mit fünf Prozent zur gesamten Transportleistung von SBB Cargo bei. Für dieses Marktsegment setzt SBB Cargo per Dezember 2005 ein neues Konzept um.

In der ganzen Schweiz wird SBB Cargo in Zukunft rund 200 Freiverladzentren betreiben. An diesen Punkten stehen den Kunden vermehrt multifunktionale Umschlagsanlagen zur Verfügung, an denen die verschiedensten Waren wie Holz, Zement, Zuckerrüben, etc. von Lastwagen auf die Bahn verladen werden können. Rund 30 Freiverladezentren werden ausgebaut, wofür Investitionen von rund 10 Millionen Franken vorgesehen sind. 40 zusätzliche Standorte bedient SBB Cargo jeweils während der Zuckerrübenernte im Herbst. Viele der heutigen Standorte entsprechen nicht mehr den erhöhten Sicherheitsanforderungen. Deshalb werden 110 Freiverladzentren speziell für den Verlad von langen Gütern wie Röhren oder Stammholz ausgerüstet. Um die Sicherheit zu erhöhen, sind an diesen Orten Investitionen von über 2 Millionen Franken für Schutzwände vorgesehen, die das Verlade- vom Streckengleis abtrennen.

Die schlecht ausgelasteten Standorte für den Freiverlad, an welchen weniger als ein Wagen pro Tag umgeschlagen wird, werden in Zukunft nicht mehr bedient. Über die betroffenen 250 Standorten wickelt SBB Cargo heute ein Prozent ihrer Transportleistung ab. Diese Transporte können zum grössten Teil über benachbarte Freiverladezentren umgeschlagen werden.

Die betroffenen Grosskunden und die Branchenverbände wurden in die Erarbeitung des neuen Konzeptes einbezogen. So wurde es unter anderem von der Holcim, der Fenaco und der Dachorganisaton der Schweizer Wald- und Holzwirtschaft (Lignum) begrüsst. Das neue Konzept gewährt ihnen Planungssicherheit und ein flächendeckendes Netz. Die weiteren Kunden hat SBB Cargo direkt informiert.

Dank Kosteneinsparungen leistet das neue Konzept auch einen Beitrag zur Verringerung der Verluste im Binnengüterverkehr und damit zur langfristigen Sicherung eines flächendeckenden Freiverladeangebots.

Beim Freiverlad handelt es sich um ein ergänzendes Angebot von SBB Cargo für Kunden ohne Anschlussgleis. Diese transportieren ihre Güter auf der Strasse zum Freiverlad am nächsten Bahnhof, wo der Umschlag auf den Güterwagen erfolgt. Über Freiverladezentren wickelt SBB Cargo rund 5 Prozent ihrer Verkehrsleistung ab. Die übrigen 95 Prozent der Transporte, die über das dichte Netz von 1800 Anschlussgleisen beziehungsweise im Transitverkehr abgewickelt werden, sind vom neuen Konzept nicht betroffen.

Eine Schweizer Karte mit dem gesamten Freiverlad-Netz ist im Internet zu finden [mehrLink öffnet in neuem Fenster.].

Weiterführender Inhalt