Der öffentliche Verkehr in der Schweiz wird rauchfrei.

Ab dem Fahrplanwechsel im kommenden Dezember (11.12.) wird der Schutz vor Passivrauchen im öffentlichen Verkehr durchgesetzt. In Zügen, Bussen und Schiffen sowie in den geschlossenen Räumen an den Stationen ist das Rauchen nicht mehr gestattet. Dies haben die im Verband öffentlicher Verkehr (VöV) zusammengeschlossenen Transportunternehmen, darunter auch die SBB und die BLS, beschlossen.

Mehrere Bahnen in der Schweiz sind schon rauchfrei, so unter anderem Forchbahn, Trogenerbahn und Jungfraubahn. Andere fassten entsprechende Entscheide ins Auge. Im Interesse der Kunden bemühte sich der VöVLink öffnet in neuem Fenster. um die einheitliche Regelung, die nun realisiert wird. Der Schutz vor Passivrauchen im öffentlichen Verkehr umfasst künftig nicht nur die Passagierräume in Zügen, Bussen und Schiffen. Rauchfrei sind ab dem Fahrplanwechsel im Dezember auch die geschlossenen Räume – namentlich Schalterhallen, Wartsäle und Perronhallen mit beschränkter Frischluftzufuhr – an Bahnhöfen, Halte- und Anlegestellen. Erlaubt ist das Rauchen hingegen auf den offenen Schiffsdecks.

Damit gilt ab dem Fahrplanwechsel vom 11. Dezember 2005 in der gesamten Schweiz eine einheitliche Regelung. Die Betriebe, die den Schutz vor Passivrauchen bereits früher durchgesetzt haben, machten positive Erfahrungen. Die Massnahme wird sehr gut aufgenommen, auch die Rauchenden, rund 20% der Passagiere, können sich damit abfinden. Zuwiderhandlungen kamen praktisch keine vor. Hinzu kommt, dass mit der neuen Regelung auch die Kosten für die Reinigung sinken werden.

Ausgenommen von der neuen Regelung können Schiffsfahrten von geschlossenen Gesellschaften und Reisen in reservierten Spezialwagen sein.

  • Übersicht: Umstellung auf rauchfreie Züge in der Schweiz

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