Der Schweizer Heimatschutz verleiht der SBB den Wakkerpreis 2005.

An einer Feier im Zürcher Hauptbahnhof hat der Schweizer Heimatschutz SHS heute der SBB den Wakkerpreis 2005 überreicht. Die SBB erhält den mit 20'000 Franken dotierten Preis für ihre Baukultur: Die Neubauten der SBB zeugten von einem hohen gestalterischen Anspruch und der Umgang mit Altbauten sei von Sorgfalt geprägt, begründete der SHS den Entscheid. Wie SBB-Chef Benedikt Weibel heute in Zürich bekannt gab, stellt die SBB das Preisgeld der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte zur Verfügung. Diese finanziert damit einen Kunstführer zum «Chileli» von Wassen (UR).

Der Schweizer Heimatschutz feiert dieses Jahr sein hundertjähriges Bestehen. Aus diesem Anlass hat der SHS beschlossen, 2005 einen ausserordentlichen Wakkerpreis zu verleihen. Während mit den bisherigen Preisen immer Gemeinden ausgezeichnet wurden, geht der Wakkerpreis 2005 an die SBB.

Die Preisverleihung wurde heute im Zürcher Hauptbahnhof in Anwesenheit von Bundesrat Pascal Couchepin feierlich begangen. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von «Ueli Schmezer's MatterLive».

SHS-Präsident Philippe Biéler und Caspar Hürlimann (SHS-Präsident bis 1. Juli 2005) lobten das «grosse Engagement» der SBB für die Baukultur in der Schweiz: Die von der SBB erstellten Neubauten zeugten «von grosser Sorgfalt und einem hohen gestalterischen Anspruch». Und der respektvolle Umgang mit älteren Bauwerken der 1902 gegründeten SBB zeige «ein ausserordentliches Bewusstsein für das reiche kultur- und architekturhistorische Erbe». Viele Bauwerke seien heute ein «wichtiger Bestandteil der schweizerischen Kulturlandschaft». Damit komme der SBB eine «Vorbildfunktion» zu. Der Wakkerpreis 2005 solle «die SBB auf diesem Weg bestärken und auch andere Unternehmen dazu anspornen, gute Gestaltung als Teil einer erfolgreichen Firmenkultur zu verstehen».

SBB-Chef Benedikt Weibel bedankte sich für die Auszeichnung, die bei der SBB «nicht nur als Schulterklopfen, sondern auch als Ansporn» empfunden worden sei. Weibel: «Die der SBB zugekommene Ehre ist uns Lohn für den bisherigen Umgang mit der sichtbaren SBB und ist uns Ansporn zu Sorgfalt und Umsicht beim weiteren Wirken.»

Wie Weibel heute bekannt gab, wird die SBB das Preisgeld von 20'000 Franken nicht für sich behalten, sondern an die Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK weiterreichen. Diese feiert im laufenden Jahr ihren 125. Geburtstag. Die GSK wird mit dem Geld einen Kulturführer herausgeben zu einem Bauwerk, das – so Weibel – «die Liebhaber der Schweizer Bahnen in aller Welt kennen»: Der berühmten Kirche – dem Chileli» – von Wassen UR.

Die Website von swissinfo hat aus Anlass der Wakkerpreis-Verleihung an die SBB zahlreiche ausgezeichnete SBB-Bauwerke dokumentiert und beschrieben.

Der SHS hat in Zusammenarbeit mit der SBB ein Faltblatt mit ausgewählten SBB-Bauten herausgegeben: «Baukultur entdecken – SBB».

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