Rüschlikon/Schlieren: Studienaufträge entschieden.

Gleich bei zwei Bahnhöfen in der Agglomeration Zürich sollen schlecht genutzte Bahnareale mit Wohnungen neu überbaut werden. Für beide Areale wurden vor kurzem Konkurrenzverfahren unter Planer- oder Unternehmerteams entschieden. Die Ergebnisse dieser beiden Studienaufträge werden ab morgen im Achitektur Forum Zürich ausgestellt.

Im Rahmen ihrer Strategie zur Verdichtung unternutzter Bahnhofsareale hatte die SBB zu Beginn dieses Jahres für gleisnahe Grundstücke in Rüschlikon und Schlieren Studienaufträge ausgeschrieben. Mit der besseren Nutzung der zentral gelegenen Areale werden sowohl raumplanerische Ziele unterstützt – Wachstum im Innern des Siedlungsgebiets – als auch die Attraktivität der Bahnhöfe gefördert. Beide Areale liegen in unmittelbarer Nähe zu Zentrumsplanungen, welche die Gemeinden vor kurzem durchgeführt haben und die zu einer Aufwertung der Umgebung führen sollen.

Auf dem SBB-Areal in Rüschlikon sind gemäss dem zur weiteren Bearbeitung empfohlenen Projekt der Arbeitsgemeinschaft Bétrix&Consolascio Architekten AG/-Rossetti+Wyss Architekten AG neben 40 bis 50 Wohnungen mit Seesicht auch Gewerbe- und Ladenflächen vorgesehen. Bevor allerdings gebaut werden kann, muss für einen Teil des Areals ein Gestaltungsplan erarbeitet und von der Gemeinde genehmigt werden. Parallel dazu wird SBB Immobilien das Bauprojekt vorantreiben und mögliche Investitionspartner evaluieren.

In Schlieren liegt für das Projekt des erstrangierten Teams Halter Generalunternehmung AG mit Gigon/Guyer Architekten eine verbindliche Unternehmerofferte vor. Die SBB suchen für die Realisierung dieser rund 90 Wohnungen eine Investorin. Der Baubeginn ist auf Ende 2006 geplant.

Die Ausstellung im Architektur Forum ZürichLink öffnet in neuem Fenster. dauert vom 1. bis 16. September 2005 (Vernissage 31.8.2005, 18.30 Uhr) und knüpft thematisch an die vorangegangene Ausstellung «Lärm. Das Ohr wohnt mit» an, die exemplarisch das Bauen an lärmexponierten Orten aufgezeigt hatte. Die Projekte für Rüschlikon und Schlieren zeigen, dass trotz der Lärmimmissionen qualitativ hochstehendes, attraktives Wohnen möglich ist.

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