SBB vergibt Informatik-Dienstleistungen neu.

Die SBB hat nach einer umfassenden Evaluation zwei Anbieter für die Erbringung der Informatikdienstleistungen ausgewählt. Den Betrieb und Support der Server und Plattformen wird wie bisher T-Systems übernehmen. Für die Bereiche Desktop und Service Desk sowie SAP ist künftig Swisscom IT Services zuständig. Die SBB profitiert dadurch von besseren Marktkonditionen und Leistungen im IT-Bereich.

Die SBB-Informatik wird seit mehreren Jahren durch externe Anbieter betrieben. Auf Grund der auslaufenden Verträge hat die SBB die Dienstleistungen gemäss Bundesgesetzgebung über die öffentlichen Beschaffungen (BoeB/VoeB) in drei separaten Bereichen neu ausgeschrieben:

  • Die Ausschreibung «Mainframe & Middleware» (MF) umfasst den Betrieb und Support des Host, der Applikations-Server inklusive der Server der Verkaufsplattform sowie die Internet-Plattformen. Dieser Bereich wird wie bisher von T-Systems betrieben. Das Auftragsvolumen für fünf Jahre beträgt insgesamt rund CHF 140 Mio.
  • Im Rahmen der Ausschreibung «Desktop & Service Desk» (DT) wurden der Betrieb und Support der Client-Umgebung (PCs, Laptops, Drucker), der Daten-Server, der Citrix-Serverfarm, der Verkaufsgeräte in der Fläche sowie des Plattform-übergreifenden Helpdesks vergeben. Diese Leistungen werden künftig von Swisscom IT Services erbracht. Das Auftragsvolumen für fünf Jahre beträgt insgesamt rund CHF 110 Mio.
  • Die Ausschreibung «SAP» (SAP) beinhaltet den Betrieb und Support der SAP-Plattform. Auch für dieses Los wurde Swisscom IT Services ausgewählt. Das Auftragsvolumen für fünf Jahre beträgt insgesamt rund CHF 23 Mio.

Die Anbieter, die sich am Ausschreibungsverfahren beteiligten, wurden nach verschiedenen Kriterien wie Firmengrösse, Know-how sowie Erfahrung mit der Übernahme und dem Betrieb vergleichbarer Informatikumgebungen vorselektiert. Für die Zuschlagserteilung waren hauptsächlich die Qualität der offerierten Leistung sowie die kommerziellen Bedingungen des Angebotes massgeblich.


Weniger Kosten bei mehr Leistung und Flexibilität

Die Neuvergabe des Informatikbetriebes war nicht nur aufgrund der regulär auslaufenden Verträge mit den bisherigen Providern notwendig; sie bot der SBB auch die Gelegenheit, die Serviceleistungen einerseits zu verbessern und andererseits Verträge zu aktuellen Marktkonditionen abzuschliessen. Der SBB resultieren markante Kosteneinsparungen bei gleichzeitig verbessertem Servicelevel.

Die Vertragsunterzeichnung erfolgt nach Ablauf der gesetzlichen Rekursfristen.

T-Systems und Swisscom IT Services werden ihre Aufgaben nach Abschluss der entsprechenden Verträge übernehmen. Die operative Verantwortung für die Leistungserbringung wird im Frühling und Sommer 2006 auf die neuen Anbieter übergehen. In der Übergangsphase wird eine nahtlose Übertragung zwischen bisherigen und neuen Anbietern stattfinden.

Das Ausschreibungsverfahren Das Ausschreibungsverfahren

Die SBB hat die drei Informatik-Bereiche gemäss der Bundesgesetzgebung über das öffentliche Beschaffungswesen (BoeB/VoeB) am 26. November 2004 im Schweizerischen Handelsamtsblatt ausgeschrieben. Das Verfahren erfolgte zweistufig: Zuerst wurden eingehende Anträge von Unternehmen auf die Teilnahme geprüft. In einem zweiten Schritt wurden die qualifizierten Unternehmen zur Einreichung eines Ange-bots eingeladen. Die Eignungs- und Zuschlagskriterien waren dabei in den Ausschreibungsunterlagen detailliert umschrieben und definiert. Gemäss diesen hat die SBB zunächst die Selektion, im Anschluss an die Abgabe der Angebote dann den Zuschlag vorgenommen. Die Gleichbehandlung aller Anbieter hatte dabei oberste Priorität. Der Zuschlagsentscheid wird im Schweizerischen Handelsamtsblatt publiziert und erwächst nach Ablauf der gesetzlichen Rekursfrist in Rechtskraft.

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