Auftakt zum Jubiläum «125 Jahre Gotthardbahn».

Heute Morgen haben in Erstfeld die Regierungsräte Isidor Baumann (Uri) und Marco Borradori (Tessin) zusammen mit SBB-Chef Benedikt Weibel die grösste Bahnhofsuhr der Welt in Betrieb gesetzt und damit den «Autobahn-Bahnhof Gottardo» eröffnet. Der Anlass ist Auftakt zum 125-Jahr-Jubiläum der Bahnlinie über den Gotthard im Jahr 2007.

Die Gotthardlinie ist eine der wichtigsten Alpen-Transit-Bahnstrecken. Im nächsten Jahr feiern die SBB sowie die Kantone Uri und Tessin mit zahlreichen Anlässen deren 125-jähriges Bestehen. Mit der Inbetriebnahme der grössten Bahnhofsuhr der Welt auf der Autobahn-Raststätte Gotthard in Erstfeld haben heute Morgen die Regierungsräte Isidor Baumann (Uri) und Marco Borradori (Tessin) zusammen mit SBB-CEO Benedikt Weibel den weltweit einzigartigen Autobahn-Bahnhof Gottardo eröffnet. Bis Juni 2007 – bis zum Abschluss des Umbaus der eigentlichen Raststätte – dienen zwei Wagonrestaurants als Verpflegungsort für bis zu 112 Personen und bringen so den motorisierten und den öffentlichen Verkehr zusammen.

Die Verknüpfung der Verkehrsströme thematisierte denn auch der Urner Regierungsrat Isidor Baumann: «Die Geschichte des Gotthards ist Verkehrsgeschichte – und die Geschichte des Kantons Uri ist vom Gotthard und vom Verkehr geprägt. Die Gotthardbahn und der alpenquerende Verkehr haben die Entwicklung im Urner Reusstal bestimmt und geprägt – was und wie es ohne Gotthardbahn wäre, überlasse ich der Phantasie des Einzelnen».

Regierungsrat Baumann stellte zudem drei der vielen geplanten Aktionen und Projekte rund um das 125-Jahr-Jubiläum vor: Die Eröffnung des Bahnwanderwegs Bahn-Natur-Kultur im Tessin sowie im Urnerland, die Freilichtspiele «D'Gotthardbahn» in Göschenen im Sommer 2007 sowie den grossen Publikumsanlass mit Erlebnisausstellungen in Erstfeld und Biasca am 8./9. September 2007.

Ganz ähnlich wie Uri ist der Kanton Tessin mit dem Gotthard verbunden. «Wären wir beim Arzt, würden wir sagen, dass der Gotthard unsere Hauptader ist. Er verbindet unser Herz und unseren Kopf, die beide in den Süden gehören, mit unserem Bezugsraum, den Tälern und der Hochebene der Alpennordseite», sagte der Tessiner Regierungsrat Marco Borradori.

Zudem forderte Borradori, dass die Bergstrecke unbedingt erhalten werden müsse, «denn diese Linie ist unabdingbar, damit unsere Alpentäler auch in Zukunft bewohnt bleiben, und damit ihren Bewohnern würdige wirtschaftliche und soziale Lebensbedingungen gewährleistet werden können.»

«Es ist schon etwas aussergewöhnlich, wenn ein Bahnchef einen Bahnhof dieser Art einweihen hilft. Als Präsident des Internationalen Eisenbahnverbandes, der Welt umspannenden Dachorganisation aller grossen Bahnen, bestätige ich Ihnen, es ist wohl einmalig», betonte Benedikt Weibel, Vorsitzender der Geschäftsleitung SBB, die Einmaligkeit des Autobahn-Bahnhofs Gottardo und fügte hinzu: «Der Autobahn-Bahnhof macht stolz. Er vereinigt zwei Welten. Wie der Gotthard auch.»

Weibel thematisierte auch die Zukunft der 125 Jahre alten Eisenbahnlinie. Es sei noch nicht bis ins Detail klar, was mit der Bergstrecke wird. Die SBB wolle, dass das Eisenbahntrassee bestehen bleibt und verwies auf die stündlich verkehrenden Inter-Regio-Züge zwischen den beiden Kantonen. Klar sei aber, dass die SBB den kulturhistorischen Aspekt der Gotthard-Bergstreck sehr ernst nehme, sagte Weibel.

Alle Informationen zum 125-Jubiläum der Gotthardbahnlinie sind im Internet zu finden [mehr].

Unterstützt werden die SBB und die Kantone Uri und Tessin durch folgende Partner: Crédit Suisse und Verkehrshaus Luzern (Hauptpartner), Amag und Gotthard Raststätte (Eventpartner) sowie Mondaine (Produktpartner).

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