Fahrplanwechsel: Häufiger nach Stuttgart, schneller nach Paris und mehr Angebote im Regionalverkehr.

Ab dem 10. Dezember 2006 gilt der neue Fahrplan 2007. Dieser bringt hauptsächlich Angebotsverbesserungen im internationalen Bahnverkehr nach Deutschland und Frankreich, aber auch nach Italien. Im nationalen Verkehr sorgen Panoramawagen auf der Gotthardstrecke rechtzeitig zum 125-Jahr-Jubiläum für mehr Aussicht. Im Regionalverkehr profitieren die Reisenden von zahlreichen neuen Angeboten und Verbesserungen.

Der Fahrplan für das Jahr 2007 bringt beim internationalen Bahnverkehr spürbare Angebotsverbesserungen. Am 10. Dezember 2006 wird auf der Strecke Zürich–Stuttgart ein durchgehender Zwei-Stunden-Takt eingeführt, der ausschliesslich mit ICE-Fahrzeugen der DB gefahren wird. Die bestehenden direkten Verbindungen Hamburg–Zürich respektive Berlin–Interlaken Ost werden weiter ausgebaut. Die CisalpinoLink öffnet in neuem Fenster.-Neigezüge von und nach Italien verkehren im Gegenzug statt ab Stuttgart ab Zürich Richtung Italien. Das Neukonzept ermöglicht es, dass Cisalpino zusätzlich täglich eine Direktverbindung nach Trieste (I) anbieten kann. Der EuroNight nach Rom verkehrt neu via Lötschberg, wobei Venedig nicht mehr bedient werden kann. Deshalb wird das Tagesangebot in die Lagunenstadt ausgebaut – Cisalpino bietet ab Dezember täglich vier direkte Züge aus der Schweiz nach Venedig und retour an.


Juni 2007: Noch schneller in Paris

Im Juni 2007 geht die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke «TGV Est» in Betrieb. Die gemeinsame Tochtergesellschaft Lyria von SNCFLink öffnet in neuem Fenster. und SBB wird dreimal täglich die Strecke Zürich–Basel–Strasbourg–Paris Est bedienen. Eine zusätzliche Verbindung verkehrt ab und nach Basel. In der Startphase von Juni bis Dezember 2007 verkehren vorerst je zwei TGV direkt ab Zürich und ab Basel. Die Reisezeit zwischen Basel und Paris reduziert sich dann um 90 Minuten und beträgt noch 3,5 Stunden. Vom Bahnhof Paris Est ist auch der Bahnhof Gare du Nord, Ausgangspunkt des Eurostars nach London und des Thalys nach Bruxelles, in Fussdistanz erreichbar.


Mehr Aussicht am Gotthard

Das nationale Fernverkehrsangebot erfährt praktisch keine Änderungen. Den nächsten Quantensprung im nationalen Fahrplan wird die Eröffnung des Lötschberg Basis-Tunnels im Dezember 2007 bringen. Hingegen wird bereits jetzt das Reisen über die Gotthardstrecke aussichtsreicher, die nächstes Jahr ihr 125-Jahr-Jubiläum feiern kann: Nach dem Motto: «der schönste Wagen auf der schönsten Strecke» führen die InterRegio-Züge (IR), Basel/Zürich–Locarno jeweils einen Panorama-Wagen erster Klasse mit. Alle Informationen zum 125 Jahre Gotthardbahn-Jubiläum sind im Internet abrufbar [mehr].


Ausbau im Regionalverkehr

Im Regionalverkehr profitieren die Kunden auf verschiedenen Linien von einem Angebotsausbau. Eine Auswahl der wichtigsten Änderungen:

  • Im Kanton Aargau verkehren auf mehreren Strecken (darunter Aarau–Brugg, Brugg–Lenzburg und Zofingen–Lenzburg) zu den Spitzenzeiten zusätzliche Züge. Im Freiamt wird der integrale Halbstundentakt bis Rotkreuz eingeführt.
  • In der Regio S-Bahn Basel verkürzen sich auf der S3 (Basel–Porrentruy) dank neuem Rollmaterial («Flirt») die Reisezeiten. Dadurch entstehen bessere Anschlüsse in Delsberg und Basel. Die S6 wird von Zell im Wiesental bis Basel SBB verlängert.
  • Bei der S-Bahn Zürich ermöglicht die erste Phase der dritten Teilergänzung einen weiteren Angebotsausbau: So verkehrt neu die S15 von Mo.-Fr. auf der Strecke Rapperswil–Zürich–Birmensdorf und ergänzt damit die S5 zum Viertelstundentakt. Die S26 (Tösstal) wird künftig durch das SBB Tochterunternehmen ThurboLink öffnet in neuem Fenster. betrieben. Dies bringt im Tösstal neues Rollmaterial und einen gut merkbaren Fahrplan.
  • Auch die S-Bahn Zentralschweiz ist auf Wachstumskurs. An Werktagen verkehrt nach dem 10. Dezember 2006 der Sursee-Shuttle mit täglich 15 Zugspaaren. Er schafft in Sursee optimale Anschlüsse für die Weiterfahrt mit dem Intercity nach Bern. Und zwischen Wolhusen und Willisau ergibt sich für die Fahrgäste aus der Kombination von S6 und S7 neu den ganzen Tag ein Halbstundenangebot.
  • Neben den Angebotsverbesserungen ermöglichen auch neue Haltestellen den einfacheren Zugang zur Bahn. Folgende Stationen werden ab 10. Dezember 2006 neu ins Netz aufgenommen:  Winterthur Hegi sowie die beiden Stationen Hochdorf Schönau und Meggen Zentrum im Kanton Luzern. Hier ist die neue Haltestelle mit einem erweiterten Angebot der Seetalbahn verbunden, die nun bis Hitzkirch statt nur bis Hochdorf den Halbstundentakt anbietet.


Die SBB fährt wieder nach Delle (F)

1995 fuhr der letzte Personenzug aus dem jurassischen Boncourt über die Grenze ins französische Delle. Jetzt wird der alte und traditionsreiche Grenzbahnhof im Norden der Schweiz reanimiert. Es verkehren von Montag bis Freitag täglich zwölf Zugspaare von Pruntrut nach Delle, am Wochenende sind es sechs Zugspaare. Die Verlängerung der Linie um 1,6 Kilometer über die Landesgrenze hinaus ist nur die erste Etappe von mehreren Ausbauschritten. Bis voraussichtlich 2012 soll die ganze Bahnstrecke Delle–Belfort elektrifiziert und wieder in Betrieb genommen werden. Vorgesehen sind dann direkte Regional-Express-Züge zwischen Biel und Belfort. Sie würden auch als Zubringer zum neuen TGV-Bahnhof Belfort-Montbéliard dienen, der südlich von Belfort an der Hochgeschwindigkeitsstrecke «Rhin-Rhône» geplant ist.

Kursbuch und Taschenfahrpläne ab 25. November erhältlich Ab dem 25. November 2006 sind das neue Kursbuch sowie die verschiedenen nationalen Taschenfahrpläne in einer Auflage von rund 9 Mio. an den Bahnhöfen erhältlich. Das Kursbuch kostet unverändert 16 Franken, die handlichen Taschenfahrpläne liegen kostenlos an den Bahnhöfen auf. Im Online-Fahrplan sind die Fahrplanänderungen für jede beliebige Verbindung bereits programmiert.

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