Drittes Gleis in Sursee ermöglicht Angebotsausbau.

Mit dem Fahrplanwechsel vom 10. Dezember 2006 verkehren die S-Bahn-Züge zwischen Sursee und Luzern montags bis freitags im Halbstundentakt. Möglich macht dies ein zusätzliches Gleis im Bahnhof Sursee. Der Kanton Luzern hat sich mit 70 Prozent und die SBB mit 30 Prozent an den budgetierten Ausbaukosten von 14Mio. Franken beteiligt.

Als Symbol für den Angebotsausbau im Raum Sursee–Luzern tauften der Luzerner Regierungsrat Max Pfister und der Surseer Stadtpräsident Ruedi Amrein zusammen mit Vertretern der SBB anlässlich des Festakts zur Eröffnung des dritten Gleises eine Lokomotive auf den Namen «Sempacher See». Max Pfister betonte in seiner Ansprache das finanzielle Engagement des Kantons Luzern zur Förderung des öffentlichen Verkehrs: «Die Abgeltung des Kantons und der Gemeinden für den öffentlichen Verkehr betragen im kommenden Jahr 31 Mio. Franken.» Ein Grossteil der Zunahme von 4,5 Mio. Franken mache der neue Halbstundentakt auf der Bahnlinie Sursee–Luzern aus.

Für Martin Bütikofer, Leiter Regionalverkehr bei der SBB, rückt ab kommender Woche mit dem dichteren Takt der S8 und der neuen Postautolinie von Hochdorf nach Sempach-Station die gesamte Region näher an die Kantonshauptstadt und auch näher an Sursee. Eine ganze Region profitiere damit von besseren Verbindungen nach Luzern und von Sursee weiter nach Bern und Basel.

Voraussetzung für das Erweitern des S-Bahn-Angebots zwischen Sursee und Luzern war der Bau eines dritten Gleises im Bahnhof Sursee. Mit diesem Gleis können die Fernverkehrszüge die Regionalzüge in Sursee überholen und die S-Bahn-Kompositionen können in Sursee wenden. Das Projekt ist mit 14 Mio. Franken budgetiert und ein Gemeinschaftswerk des Kantons Luzern, der SBB und der Stadt Sursee. Der Kanton trägt mit rund 70Prozent der Kosten den Hauptanteil. Die SBB übernimmt 30 Prozent.

Die Stadt Sursee beteiligt sich mit zwei Dritteln an den Investitionen des Umbaus der bestehenden Personenunterführung «Mitte» und hat die neue, städtische Personenunterführung «Nord» mit direktem Perronzugang gebaut. Zusammen mit dem Ausbau im Rahmen von Bahn 2000 habe der Bahnhof Sursee «eine der höchsten Aufwertungen im schweizerischen Eisenbahnnetz erlebt», betonte Stadtpräsident Ruedi Amrein.

Die Umbauarbeiten am Bahnhof Sursee dauerten rund ein Jahr. In dieser Zeit waren Pendler und Anwohner baubedingten Immissionen ausgesetzt. Hansjörg Hess, Leiter der für den Ausbau verantwortlichen SBB-Division Infrastruktur, zeigte in seiner Festansprache Verständnis dafür, dass sich jetzt alle wieder Ruhe herbeisehnen.

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