Cisalpino Zürich–Mailand nach Mottbrand evakuiert.

Der Cisalpino Zürich–Mailand kam heute kurz vor 20 Uhr im Tunnel Zürich–Thalwil rund vier Kilometer vor dem Tunnelausgang nach einem Lokdefekt zum Stehen. Weil sich im Bereich des zweitletzten Wagens nach einem Mottbrand Rauch entwickelte, mussten über 100 Reisende des Zuges über die Notausstiege evakuiert werden. Zwei Reisende wurden mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins Spital eingeliefert.

Die SBB hat zur Unterstützung der Reisenden und zur Bekämpfung des Mottbrands die Berufsfeuerwehr der Stadt Zürich sowie die in Zürich und Rapperswil stationierten Lösch- und Rettungszüge der SBB aufgeboten.

Der Tunnel Zürich–Thalwil bleibt vorerst für den Zugverkehr gesperrt. Bis 22.25 Uhr blieb auch der parallel zum Tunnel verlaufende Streckenabschnitt der Seelinie unterbrochen, da die Fahrleitung an beiden Tunnelportalen für Evakuierungsarbeiten  ausgeschaltet werden musste. Die Fernverkehrs- und S-Bahn-Züge der Linien 2, 8, und 24 mussten in Zürich HB und in Thalwil wenden. Es kamen Busse zum Einsatz.

Die gleiche Zugskomposition war auf der Fahrt von Stuttgart nach Zürich bereits in Schaffhausen wegen eines Defekts stecken geblieben; die Reisenden stiegen dort auf andere Züge um. Nach einer Leerfahrt nach Zürich kam der Zug für die ursprünglich geplante Fahrt nach Mailand zum Einsatz. Der Zug setzte die Reise in Zürich mit 40 Minuten Verspätung kurz von 20 Uhr fort. Die Störungsursache und die Gründe für den Entscheid zur Weiterfahrt werden abgeklärt.

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  • 2. Medienmitteilung vom 11. April um 22.30 Uhr
  • 1. Medienmitteilung vom 11. April um 21.30 Uhr

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