Der Studienauftrag für die Überbauung Güterareal Luzern geht an Lussi+Halter Architekten.

Der Studienauftrag für die Überbauung Güterareal Luzern ist entschieden: Das Beurteilungsgremium hat aus den sechs auf Einladung eingereichten Arbeiten das Projekt des Luzerner Planungsteams Lussi+Halter Architekten ausgewählt. Mit dem Bau, der rund 115 Millionen Franken kostet, könnte in der ersten Hälfte 2007 begonnen werden.

Die SBB hatte im vergangenen Herbst sechs renommierte Planungsteams zu einem Studienauftrag eingeladen. Auf dem frei gewordenen ehemaligen Güterareal Luzern, gleich hinter dem Bahnhof am Eingang zum Tribschengebiet, soll auf einer Fläche von rund 9'800 Quadratmetern eine städtebaulich und architektonisch qualitätsvolle Überbauung mit Wohnungen und Dienstleistungsbetrieben entstehen.

Aus den Arbeiten der Planungsteams Burkhalter+Sumi (Zürich), Diener+Diener (Basel), Lussi+Halter (Luzern), Daniele Marques (Luzern), Meili+Peter (Zürich) und Peter Zumthor (Haldenstein) wählte das Beurteilungsgremium nach intensiven Auseinandersetzungen das Projekt von Lussi+Halter Architekten aus. Dieses wird SBB Immobilien zur Weiterbearbeitung empfohlen.

«Ziel des Studienauftrags war es, zu einem Projekt zu gelangen, das eine hohe Wertschöpfung generiert, städtebaulich und architektonisch qualitätsvoll ist und die Entscheidungsgrundlage für die Investitionsstrategie der SBB bilden soll», sagte Werner Felber, Architekt SBB Projekt-Management und Vorsitzender des Beurteilungsgremiums. Zu den Beurteilungskriterien zählten – neben der städtebaulichen und architektonischen Qualität – das Nutzungskonzept und die Wirtschaftlichkeit.

Das Beurteilungsgremium attestiert dem Projekt von Lussi+Halter, das drei Stadthäuser differenzierter Nutzung vorsieht, eine überzeugende städtebauliche und marktorientierte Strategie. Bemerkenswert pragmatisch sei auch der Vorschlag, die vorgelagerten zwei Gleise, die bestehen bleiben müssen, nicht zu überbauen, sondern als Aussenraum zwischen zwei weiteren Baubereichen zu interpretieren, zitierte Urs Kamber, SBB Projekt-Management als Mitglied des Beurteilungsgremiums aus dem Jury-Bericht.

Dieses Projekt sei ein wichtiger Beitrag zur qualitativen Steigerung des Gesamtpakets Bahnhof-Tribschenquartier-Stadt Luzern, sagte Kurt Greuter, Portfolio-Manager SBB Immobilien. Nun werde nach potenziellen Investoren gesucht. Die Realisierung der Überbauung, die in drei Anlageobjekte aufgeteilt werden kann, sollte aus heutiger Sicht ab 2007 möglich sein. Das ausgewählte Projekt dürfte rund 115 Millionen Franken kosten.

Pläne und Modelle der sechs eingereichten Studien sind vom 3. bis 14. Mai 2006 jeweils von 9–21 Uhr im Untergeschoss des Bahnhofs Luzern ausgestellt.

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