Angebotsschritte 2007–2009: mit viel Zug Richtung Lötschberg-Eröffnung.

Die Kundinnen und Kunden der SBB belohnen Verbesserungen im Fahrplanangebot mit einer gesteigerten Nachfrage. Das hat die erfolgreiche Einführung des Fahrplans für Bahn 2000 deutlich gezeigt. In den kommenden Jahren stehen weitere Angebotsschritte an. Die Inbetriebnahme des Lötschberg-Basistunnels im Dezember 2007 ermöglicht verkürzte Reisezeiten und mehr Angebote im Binnenverkehr und im internationalen Nord-Süd-Verkehr. Doch auch auf anderen Strecken plant die SBB weitere Verbesserungen. Am 20. Mai 2006 lädt die SBB die Bevölkerung nach Brig ein zum Fest: 100 Jahre Simplontunnel.

Auch nach dem Erfolg von Bahn 2000 entwickelt die SBB für ihre Kundinnen und Kunden das Fahrplanangebot weiter. Die kommenden Jahre stehen für neue Dynamik im Bahnverkehr. Dabei kommt speziell dem Fahrplanwechsel vom Dezember 2007 grosse Bedeutung zu. Dann wird der Lötschberg-Basistunnel in den fahrplanmässigen Betrieb genommen. Dadurch verkürzen sich die Reisezeiten von und ins Wallis und weiter Richtung Süden erheblich. Gleichzeitig wird das Angebot ausgebaut. Doch auch auf anderen Verbindungen plant die SBB für die nächsten Jahre Verbesserungen im Fahrplanangebot.


Angebots-Schwerpunkte im Fahrplan 2007

Der kommende Fahrplanwechsel vom 10. Dezember 2006 steht ganz im Zeichen der Verbesserungen Richtung Norden. So wird das Angebot Zürich–Stuttgart erweitert: An Stelle von sechs Zugspaaren verkehren neu sieben ICE-Neigezüge im Zweistunden-Takt in beide Richtungen. Auch zwischen Basel und Interlaken wird das Zugangebot ausgebaut: Der neue Fahrplan bringt eine zusätzliche ICE-Direktverbindung von Deutschland über Basel bis nach Interlaken Ost.

Auch in Richtung Westen bringt das Fahrplanjahr 2007 einen erfreulichen Ausbau beim TGV-Angebot. Zwischen Basel und Paris werden ab Juni 2007 vier Direktverbindungen angeboten. Vorerst zwei dieser Verbindungen werden bis nach Zürich verlängert. Damit kommt neben Genf, Lausanne, Bern und Zürich auch Basel in den Genuss von attraktiven Anschlüssen an die französischen Hochgeschwindigkeitsnetze. Reisende via Basel profitieren von markant schnelleren Reisezeiten: Zwischen Zürich und Paris verkürzt sich die Reise um achtzig Minuten.


Angebots-Schwerpunkte im Fahrplan 2008

Der folgende Fahrplanwechsel im Dezember 2007 sieht die Inbetriebnahme des Lötschberg-Basistunnels vor. Der Tunnel bringt spürbare Verbesserungen für Personen- und Güterverkehr. Im Personenverkehr ermöglicht der Lötschberg-Basistunnel kürzere Reisezeiten ins Wallis und in den Süden. Gleichzeitig wird das Angebot erweitert: Im Binnenverkehr ist ein neues Intercity-Konzept am Lötschberg geplant.

Die Intercity-Züge der SBB von und nach Brig werden neu durch den Lötschbergbasis-Tunnel geführt. Daraus ergeben sich beträchtliche Zeitgewinne. So reduziert sich etwa die Fahrzeit zwischen Zürich und Visp um über eine Stunde und dauert künftig noch genau eine Stunde und 59 Minuten. Auch zwischen Bern und Sierre resultiert eine Reisezeitersparnis von fast einer Stunde, zwischen Bern und Sion von einer Dreiviertelstunde. Diese Verbesserung werden namentlich auch im Freizeitverkehr und für die Tourismusregionen positive Entwicklungen ermöglichen.

Vom neuen Tunnel profitieren auch die Reisenden nach Italien. Der Lötschberg-Basistunnel bringt für die Neigezüge der Cisalpino AG auf der Nord-Süd-Achse nochmals eine Fahrzeitreduktion von bis zu einer Stunde. Künftig wird die Reise von Basel nach Mailand noch vier Stunden und drei Minuten dauern. Damit empfiehlt sich die Schiene auch auf dieser Strecke als attraktive Alternative zu Flugzeug und Auto.

Für die Eröffnung des neuen Tunnels und den damit geplanten Angebotsausbau hat die für den Betrieb des internationalen Verkehrs mit Italien zuständige Cisalpino AG – eine Tochtergesellschaft von SBB und Trenitalia – 14 moderne Hochgeschwindigkeitsneigezüge bestellt. Ob alle Fahrzeuge rechtzeitig ausgeliefert werden, ist ungewiss. Deshalb hat die SBB drei verschiedene Angebotsvarianten ausgearbeitet, die abhängig sind von der Zahl der tatsächlich vorhandenen Fahrzeuge: Sollten zum Zeitpunkt des Fahrplanwechsels nicht mindestens zehn neue Zugkompositionen zur Verfügung stehen, könnten nicht alle Verbindungen auf der Lötschberg- und Simplonachse mit Neigezügen gefahren werden. Die Alternativkonzepte sehen für diesen Fall den Einsatz von konventionellen Zugs-Kompositionen vor.

Die BLS wird ab dem Fahrplan 2008 die bisherige Bergstrecke am Lötschberg stündlich mit komfortablen Regional-Express-Zügen bedienen und damit eine gute Anbindung an die nationale Taktsystematik der Intercity-Züge sicherstellen.

Drei der vier TGV-Verbindungen zwischen Basel und Paris werden im Vollausbau bis nach Zürich geführt und bringen Zürich und Paris noch näher zusammen. Auch der beliebte ICE der DB zeigt sich noch vermehrt in der Schweiz: Geplant sind zusätzliche Direktverbindungen mit Deutschland, wobei die ICE-Züge im Zweistunden-Takt via Basel nach Zürich resp. Interlaken Ost geführt werden.


Ausblick auf den Fahrplan 2009

Ein Jahr später ist mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2008 auf der Strecke Basel–Zürich der durchgehende IC-Halbstundentakt vorgesehen. Am Gotthard soll ein neues Konzept mit Neigezügen von SBB und Cisalpino für schnellere Verbindungen ins Tessin und nach Italien sorgen, wobei die Neigezüge im Stunden-Takt alternierend ab Basel und Zürich verkehren.

Auch im TGV-Netz sind mit dem Fahrplan 2009 weitere Verbesserungen zu erwarten. Damit dürften wesentlich die Regionen Bern, Genf und Lausanne von kürzeren Reisezeiten nach Paris profitieren.

  • Präsentation der Medienkonferenz vom 3. Mai
100 Jahre Simplontunnel Der Simplontunnel wird 100 Jahre alt. Die SBB als Eigentümerin feiert das Jubiläum am Samstag, 20. Mai 2006 in Brig – gemeinsam mit der Schweizer Bevölkerung. Das Spezialticket kostet nur 19 Franken.

Zum Fest nach Brig reisen die Besucherinnen und Besucher am 20. Mai 2006 zum Jubiläumspreis von 19 Franken (mit Halbtax, retour, 2. Klasse). Das Angebot gilt für die Anreise aus der ganzen Schweiz auf allen Strecken von SBB und BLS. Die Walliser Bevölkerung reist zum Spezialpreis «einfach für retour».

Im Mittelpunkt des Festes steht eine grosse Erlebnisausstellung mit spannenden Themenwelten zur faszinierenden Welt von Technologie, Natur, Mensch, Bahn und Tunnel. Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit der ETH Zürich konzipiert und realisiert. Daneben zeigt eine grosse Railshow unter anderem auch den legendären «Venice Simplon Orient Express». Für einen Ausflug über die Grenze nach Italien verkehren am 20. Mai zwischen Brig und Domodossola kostenlos historische und moderne Züge. Und wer höher hinaus will, unternimmt eine Passfahrt mit dem Postauto. Am Abend dann der musikalische Höhepunkt: das Konzert mit der italienischen Rock-Ikone Gianna Nannini. Das detaillierte Programm finden SIe im Internet [mehr].

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