Lebensraum im Gleisfeld zwischen Zürich HB und Altstetten ist ein «Naturpark».

Heute Morgen ist das Gleisfeld zwischen Zürich HB und Altstetten mit dem Label «Naturpark» zertifiziert worden. Das Zertifikat attestiert der SBB eine naturnahe Gestaltung des Gleisfeldes. Für Bahn-2000-Bauten mussten hochwertige Flächen weichen. Mit baulichen, der Natur nachempfundenen Massnahmen hat die SBB den Lebensraum zwischen den Gleisen gezielt aufgewertet.

Das Gleisfeld zwischen Zürich HB und Zürich Altstetten ist Lebensraum für zahlreiche Lebewesen. Beim Bau der Anlagen für Bahn 2000 wurden diese Lebensräume verändert. An einigen Stellen musste die Natur der Technik weichen. Mit speziellen, der Natur nachempfundenen Massnahmen schuf die SBB neuen Lebensraum. Die Stiftung Natur & WirtschaftLink öffnet in neuem Fenster. würdigte heute die Anstrengungen der SBB. Mit dem Label «Naturpark» wurde die naturnahe Arealgestaltung des Gleisfeldes zwischen Zürich Hauptbahnhof und Zürich Altstetten ausgezeichnet.

Franz-Sepp Stulz, Stiftungsrat der Stiftung Natur & Wirtschaft sowie Chef der Abteilung Natur im Bundesamt für Umwelt BAFU, lobte das Engagement der SBB: «Gerade grosse Firmen wie die SBB übernehmen hier eine Vorbildfunktion, indem sie mittelständische, aber auch kleine Firmen dazu anregen, ihr Areal ebenfalls naturnah umzugestalten.» Für die SBB war bereits bei der Planung der Ausbauten rund um den Bahnhof Zürich klar, dass das Bahnareal zwischen Zürich HB und Altstetten einen hohen ökologischen Wert aufweist und zudem im städtischen Naturschutzinventar registriert ist. Die Planer standen vor der Herausforderung, die geplanten Bauprojekte zu realisieren und gleichzeitig die erforderlichen Strukturen für die ökologische Population zu erhalten. Für Paul Altwegg, Leiter Knoten Zürich, haben sich die Anstrengungen gelohnt: «Die Zertifizierung der Stiftung Natur & Wirtschaft freut die SBB ausserordentlich und motiviert uns, bei weiteren Bauvorhaben rücksichtsvoll mit den ökologischen Gegebenheiten im Bahnareal umzugehen und diese für die Zukunft zu erhalten.»

Insgesamt sind 150'000 von insgesamt 900'000 Quadratmeter zwischen Zürich HB und Zürich Altstetten naturnahe Flächen. Die SBB investierte auf diesem Abschnitt rund eine Million Franken in die naturgetreue Schaffung von Lebensräumen.

Drei in der Schweiz gefährdete Tierarten werden im Bahnhofareal gezielt gefördert: Die blauflüglige Sandschrecke, die Mauereidechse sowie die Wildbiene. Begrünte Kiesflächen und Dächer, blumenreiche Magerwiesen an Böschungen, kantige Steine in Drahtkörben, Holzstämme mit Bohrlöchern, mit Steinplatten abgedeckte Sandflächen und Schwellenstapel sind solche künstliche Strukturen, in denen Eidechsen und Insekten Unterschlupf und Nistplätze finden. Zudem wachsen auf dem Bahnhofareal unzählige Ruderalpflanzen, auch Pionierpflanzen genannt.

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