SBB beauftragt KPMG mit der Abwicklung eines Bieterwettbewerbs für den Verkauf der Schweizerischen Bodensee-Schifffahrtsgesellschaft.

Im Zusammenhang mit dem beabsichtigten Verkauf der Schweizerischen Bodensee-Schifffahrtsgesellschaft SBS haben in letzter Zeit verschiedene potentielle Investoren Kaufinteresse signalisiert. Deshalb hat die SBB in Absprache mit dem Kanton Thurgau und der Gemeinde Romanshorn die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG mit der Vorbereitung und der Abwicklung eines neutralen Bieterwettbewerbs beauftragt. Der Wettbewerb steht allen potenziellen Interessenten offen.

Im Rahmen einer Medienkonferenz informierte die SBB Ende April über Fakten und Ziele des beabsichtigten Verkaufs der Schweizerischen Bodensee-Schifffahrtsgesellschaft SBS [mehr]. Dabei wurde einmal mehr betont, dass die SBB für die SBS und ihre Mitarbeitenden eine nachhaltige Lösung für die Zukunft anstrebt mit einem erfahrenen und kompetenten Käufer.

Nachdem in jüngster Zeit mehrere Investoren ein mögliches Interesse an der SBS anmeldeten, hat sich die SBB in Übereinstimmung mit dem Kanton Thurgau und der Gemeinde Romanshorn jetzt entschieden, einen öffentlichen Bieterwettbewerb für den Kauf des SBB-Aktienpaketes an der SBS durchzuführen. Die SBB beauftragte die M&A-Berater von KPMG Zürich mit der Abwicklung eines mehrstufigen Ausschreibeverfahrens. KPMG wird damit unabhängiger Ansprechpartner für alle Kaufinteressierten. Damit bei diesem Verkauf die Zielsetzungen des Kantons und der Seeufer-Gemeinden berücksichtigt werden, wird ein paritätischer Steuerungsausschuss gebildet, der sicherstellt, dass die Entscheidfindung anhand von klar definierten Verkaufskriterien erfolgt.

In den nächsten Wochen wird die SBB in Zusammenarbeit mit KPMG die Ausschreibungsunterlagen vorbereiten. Zentrales Element dieser Unterlagen bildet ein Katalog von Kriterien, die ein künftiger Besitzer der SBS zwingend erfüllen muss. Im Vordergrund stehen dabei wie erwähnt die nachhaltige Sicherung des Schifffahrts- und des Werftbetriebes. Die Definition der Kriterien wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Kanton Thurgau und der Gemeinde Romanshorn vorgenommen. Kaufinteressenten können ab dem 14. Juni 2006 bei KPMG Zürich (Frau Bettina Bormann und Friedrich Dietz) die Ausschreibungsunterlagen anfordern.

Die SBB erwartet von diesem Vorgehen eine Beschleunigung des Verfahrens. Es ist im Interesse der SBS und der Mitarbeitenden, dass die Verkaufsverhandlungen möglichst rasch zu einem guten Abschluss gebracht werden können.

Wie öffentlich bekannt, wird das Bezirksgericht Arbon Ende Mai 2006 über eine Anfechtungsklage im Zusammenhang mit der im letzten Herbst erfolgten Statutenänderung der SBS befinden. Wie bereits kommuniziert, braucht die SBB Rechtssicherheit. Nur so ist eine transparente Abwicklung der weiteren Schritte möglich.

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