Doppelspurausbau St. Gallen St. Fiden–Engwil.

Die Ostschweiz erhält bessere Anschlüsse an das europäische Hochleistungsnetz. Für den teilweisen Ausbau der Strecke von St. Gallen nach St. Margrethen bewilligte der SBB-Verwaltungsrat einen Rahmenkredit von 114 Mio. Franken. Als grösstes Einzelobjekt wird die Strecke zwischen St. Gallen St. Fiden und Engwil bis Ende 2010 auf Doppelspur ausgebaut.

Im März 2005 haben die Eidgenössischen Räte das Gesetz zum Bau der Schweizer Eisenbahnanschlüsse an das europäische Hochleistungsnetz verabschiedet. Ein Teil der Gesamtinvestitionen von 1'090 Mio. Franken ist für den Ausbau von fünf Strecken  östlich von Zürich vorgesehen. Die geplanten Ausbauten zwischen Zürich und St. Margrethen werden dazu beitragen, dass sich die Reisezeit zwischen Zürich und München von heute 4 Std. 15 Min. auf 3 Std. 20 Min. verkürzt. Die grössere Streckenkapazität dient gleichzeitig dem Interregio-Verkehr nach Chur und ermöglicht ein besseres Taktsystem für die S-Bahn St. Gallen.

Der Verwaltungsrat der SBB hat einen Kredit von 114 Mio. Franken freigegeben, mit dem zwischen St. Gallen und St. Margrethen folgende Arbeiten zur Beschleunigung der Reisezeiten gemacht werden können: Anpassen der Strecke für Züge mit Neigezugtechnik, neue Weichen für schnellere und parallele Ein- und Ausfahrten auf der Ostseite des Bahnhofs St. Gallen, Verlängerung der Doppelspur in Goldach Richtung Rorschach sowie neue Gleise und Weichen für schnellere Einfahrten in den Bahnhof Rorschach.

Grösstes Teilprojekt zwischen St. Gallen und St. Margrethen ist der geplante, ca. 3,3 km lange Doppelspurausbau zwischen St. Fiden und Engwil. Damit wird eine der drei letzten Doppelspurlücken auf der West-Ost-Achse entfallen und zusätzliche Kapazität für einen Angebotsausbau geschaffen. Die neue Doppelspur durch das kurvenreiche «Galgentobel» können Neigezüge künftig mit 100 km/h befahren. Der Ausbau im Gelände mit anspruchsvoller Geologie erfordert diverse Brücken und Stützkonstruktionen. Das Vorprojekt geht von Gesamtkosten von 44,4 Mio. Franken aus; das zusätzliche Streckengleis soll im Dezember 2010 in Betrieb gehen.

80 Mio. der Gesamtinvestitionen von 114 Mio. Franken für den gesamten Streckenausbau stammen aus dem FinöV-Kredit zum Bau von Schweizer Anschlüssen an das europäische Hochgeschwindigkeitsnetz. Die restlichen Finanzmittel sind Teil des ordentlichen Budgets der SBB und werden für die Erneuerung der Gleise sowie für die Automatisierung der Stellwerkanlagen verwendet.

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