S-Bahn Zürich: Markttest untersucht Wirkung von Stehplatzzonen.

Mit einem Markttest prüfen SBB und ZVV, ob Stehplatzzonen in den Doppelstockzügen ein schnelleres Ein- und Aussteigen ermöglichen. Die markierten Stehplatzzonen sollen auf den Plattformen bei den Türen Entlastung bringen und damit einen schnelleren Fahrgastwechsel ermöglichen.

Die umgebaute Komposition verkehrt ab morgen erstmals auf dem Netz der Zürcher S-Bahn. Seit 1990 ist die Zahl der Fahrgäste auf dem Zürcher S-Bahnnetz um 110 Prozent gestiegen. Die stark wachsende Nachfrage führt auf verschiedenen Linien zu Kapazitätsengpässen und in den Hauptverkehrszeiten häufig auch zu Verspätungen: Die S-Bahnen müssen länger als geplant an den Bahnhöfen halten, damit alle Fahrgäste einsteigen können. Zudem bleiben die Fahrgäste oft auf den Einstiegsplattformen stehen, da sie für eine kurze Fahrt keinen Sitzplatz in Anspruch nehmen wollen und so anderen Fahrgästen das Ein- und Aussteigen erschweren.

Um diese Situation zu entschärfen, prüfen SBB und ZVV mit einem Markttest die Einführung von Stehplatzzonen in der S-Bahn. Für diesen Test wurde eine Doppelstock-Komposition mit Stehplatzzonen ausgerüstet. Die Stehplätze sollen die Plattformen bei den Türen entlasten und somit das Ein- und Aussteigen beschleunigen. Dies wiederum soll sich positiv auf die Pünktlichkeit auswirken. Das Institut für Verkehrsplanung und Transportsysteme IVT der ETH Zürich begleitet den Versuch. Die Erkenntnisse werden in künftige Umbau- und Beschaffungsprogramme von S-Bahnzügen einfliessen.

Die umgebaute Doppelstock-Komposition wird für die begleitete Testphase hauptsächlich auf der S12 und der S6 zum Einsatz kommen. Die Ergebnisse des Markttests liegen voraussichtlich im Frühling 2007 vor.

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