SBB, Kanton und Gemeinden feierten das 150-jährige Bestehen der Glattallinie.

SBB, Kanton und Gemeinden feierten heute Samstag das 150-jährige Bestehen der Glattallinie. Nach einer Dampfzugfahrt von Wallisellen nach Uster wurde mit einem symbolischen Spatenstich die zweite Sanierungsetappe der Lokremise eingeläutet.

«Die Menschen nutzen, was ihnen nützt». So erklärte Martin Bütikofer, Leiter Regionalverkehr SBB, den Erfolg der Glattallinie. In einem historischen Dampfzug war die Festgesellschaft von Wallisellen nach Uster gefahren mit Zwischenhalten in Dübendorf, Schwerzenbach und Nänikon. Dort traf er zusammen mit einem neuen S-Bahn-Doppeltriebzug ein.

Vergangenheit und Zukunft der Glattalbahn waren denn auch Thema der Ansprachen in Uster. Martin Bütikofer erinnerte an die Euphorie und Aufbruchstimmung, als die «Glatt Valley Railway» am 28. Juli 1856 den Betrieb aufnahm. «Die Begeisterung ging sogar so weit, dass man glaubte, der prestigeträchtige Orientexpress würde in naher Zukunft in Uster anhalten.» Es kam anders: «Die Glattalbahn, die Uster den Wohlstand gleich Kübelweise hätte bringen sollen, blieb nicht ein ganzes Jahr selbständig», sagte der Ustermer Stadtpräsident Martin Bornhauser. Der Einfluss der Bahn auf die industrielle und städtebauliche Entwicklung Usters sei aber dennoch entscheidend gewesen. «Gegenwärtig wiederholt sich im Glattal die Geschichte», sagte Regierungsrätin Rita Fuhrer. Sie zog Parallelen zwischen dem Bau der Glattalbahn und dem Ausbau des S-Bahn-Angebots. Die Investitionen brächten der Region und dem Lebens- und Wirtschaftsraum Zürich einen langfristigen Standortvorteil.

Höhepunkt der offiziellen Feierlichkeiten war der Spatenstich für die zweite Sanierungsetappe der Lokremise Uster. Mit einem historischen Markt, Musik und Unterhaltung wurde das Jubiläum bis spät in die Nacht gefeiert.

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