Brugg und Windisch feiern «150 Jahre Bahnhof Brugg».

Die SBB, die Stadt Brugg und die Gemeinde Windisch feierten heute Samstag das 150-jährige Bestehen des Bahnhofs. Ansprachen und die Taufe des ersten Brugger Lösch- und Rettungszuges eröffneten das Fest. Dieses bot den Bahnbegeisterten und der Bevölkerung zahlreiche Attraktionen.

Am 29. September 1856 war es soweit: Der erste Zug fuhr im Bahnhof Brugg ein. Dieses Jubiläum wurde heute Samstag gefeiert. Der Brugger Stadtrat und OK-Präsident Gregor Tomasi eröffnete am Vormittag die offiziellen Feierlichkeiten.

Mit dem Bahnanschluss sei Brugg damals eher schmerzlich aus einem wirtschaftlichen Dornröschenschlaf gerissen worden, sagte Stadtammann Rolf Alder in seiner Ansprache. «Die Fuhrhalterei wurde beinahe brotlos und auch die Einnahmen von Handwerk und Gewerbe sanken.» Doch schon zwei Jahrzehnte später sei die Bahn zur zentralen Triebkraft für den industriellen Aufschwung Bruggs geworden. Es freue ihn, die Festgemeinschaft auf der Windischer Seite des Bahnhofs zu begrüssen, sagte Gemeindeammann Hanspeter Scheiwiler. In der Geschichte des Bahnhofs sieht er den Anfang der heutigen Fusionsdiskussionen zwischen seiner Gemeinde und Brugg. Für Hansjörg Hess, Chef von SBB Infrastruktur, steht der gefeierte Bahnhof stellvertretend für die moderne SBB: «Schliesslich hat die SBB in den letzten Jahren über 40 Millionen Franken in die Erneuerung investiert.»

Als Höhepunkt des offiziellen Festakts taufte die Kanu-Weltmeisterin Sabine Eichenberger den ersten Brugger Lösch- und Rettungszug auf den Namen «Wasserschloss». Danach wurde das Bahnhofareal zum Festgelände für Jung und Alt. Attraktionen wie Dampfzugfahrten, Ausstellungen, Stellwerkführungen und das vielfältige Verpflegungsangebot stiessen auf reges Interesse.

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