Das Projekt von Valerio Olgiati gewinnt den Architektur-Studienauftrag für das Areal Schleife Zug.

Der Studienauftrag für die Überbauung der beiden Arealteile Nord und Süd der Schleife Zug ist entschieden: Das Beurteilungsgremium hat nach einer öffentlichen Ausschreibung das Projekt des Churer Planungsteams Valerio Olgiati ausgewählt. Mit der Überbauung, die ein Anlagevolumen von insgesamt rund 110 Millionen Franken auslöst, könnte ab 2008 begonnen werden.

Die SBB hatte im vergangenen Herbst eine öffentliche Ausschreibung durchgeführt, bei der sich interessierte Planungsteams für die Teilnahme am Studienauftrag bewerben konnten. Auf den beiden zentrumsnahen, rund 17 000 Quadratmeter umfassenden Arealteilen, nördlich und südlich der Feldstrasse, soll eine städtebaulich und architektonisch qualitätsvolle Überbauung mit Wohnungen und ergänzenden Nutzungen entstehen [mehr].

Aus den zahlreichen Bewerbungen zur Teilnahme am Studienauftrag wählte das Beurteilungsgremium sieben Planungsteams aus, wovon ein Nachwuchsbüro, die am Studienauftrag teilnehmen konnten. Aus den Arbeiten der Planungsteams agps (Zürich), Bauart (Bern), Baumschlager-Eberle (St. Gallen), Gigon-Guyer (Zürich), Valerio Olgiati (Chur), von Ballmoos Krucker (Zürich) und huggen_berger (Zürich) wählte das Beurteilungsgremium nach intensiver Auseinandersetzung das Projekt von Valerio Olgiati aus. Dieses wird SBB Immobilien zur Weiterbearbeitung empfehlen.

«Ziel des Studienauftrag war es, zu einem Projekt zu gelangen, das städtebaulich attraktiv ist, eine optimierte, nachhaltige Wertschöpfung generiert und die Entscheidungsgrundlage für die Investitionsstrategie der SBB bilden soll», sagte Werner Felber, Architekt SBB Projekt-Management und Vorsitzender des Beurteilungsgremiums. Zu den Beurteilungskriterien zählten – neben der städtebaulichen und architektonischen Qualität – das Nutzungskonzept und die Wirtschaftlichkeit.

Das Projekt von Valerio Olgiati schlägt zwei längliche, leicht zu einander versetzte Baukörper vor, die auf allen Seiten einen möglichst zusammenhängenden Freiraum übrig lassen. Das Beurteilungsgremium attestiert dem Projekt, dass es aus dem Kontext und der Stimmung des Ortes entwickelt wurde und über ein überzeugendes Grundrisskonzept verfüge. «Eigenwillig im architektonischen Ausdruck und äusserst ökonomisch in Struktur und Konstruktion, liefert das Projekt einen wichtigen Beitrag zur gestellten Aufgabe», fasst Meinrad Morger, Architekt und Mitglied des Beurteilungsgremiums, die Qualitäten des Projekts zusammen.

Nun werde das Gespräch mit potentiellen Investoren gesucht, sagt Kurt Greuter, Portfolio-Manager SBB Immobilien. Die Realisierung der Überbauung, die auf beiden Arealteilen unabhängig erfolgen kann, sollte aus heutiger Sicht ab 2008 möglich sein. Das ausgewählte Projekt dürfte ein Anlagevolumen von insgesamt rund 110 Millionen Franken auslösen.

Pläne und Modelle der sieben eingereichten Studien sind vom 29. Januar bis 4. Februar 2007 jeweils von 14 bis 19 Uhr im Hertiforum, General-Guisan-Strasse 22, Zug, ausgestellt. Am Freitag, 2. Februar 2007, findet um 16 Uhr eine Führung durch die Ausstellung statt.

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