Umweltverträgliche Teilerneuerung des Rangierbahnhofs Basel.

Die SBB investiert bis 2012 rund 191 Mio. Franken in die Modernisierung des Rangierbahnhofs Basel. Mit der geplanten Erneuerung des aus den dreissiger Jahren stammenden Teils wird die Gleisanlage gestrafft und stellwerktechnisch modernisiert. Eine leisere Bremsanlage, zusätzliche Lärmschutzwände sowie eine separate Entwässerung mit Auffangbecken bringen die Anlage auch punkto Umwelt auf den neuesten Stand der Technik. Die Arbeiten beginnen voraussichtlich 2009.

Der 70-jährige Teil des Rangierbahnhofs Basel – der dem Nord-Süd-Verkehr dienende RB I – hat das Ende der technischen Lebensdauer erreicht. Mit der Modernisierung der Anlage im Dreiländereck würde die Leistungsfähigkeit der SBB im Güterverkehr weiter verbessert, wie Bernard Guillelmon, Leiter Betriebsführung SBB Infrastruktur, anlässlich der Medienorientierung vor Ort ausführte. Bruno Stehrenberger, stellvertretender Leiter SBB Cargo Schweiz, betonte die Bedeutung des Rangierbahnhofs für die Güterverkehrssparte der SBB: 2006 wurden in Basel 457 000 Wagen für SBB-Cargo-Kunden rangiert.

Das Modernisierungsprojekt sieht vor, drei kleinere Stellwerke aufzuheben und die 41 Gleise für den Verkehr nach Süden auf 32 zu reduzieren. In diesem Zusammenhang werden 60 Weichen und 25 km Gleis aus- und 38 Weichen und 24 km Gleis eingebaut. Dank moderner Technik und schnelleren Abläufen steigt die maximale Tagesleistung der Anlage gegenüber heute um rund 20 Prozent. Die Automatisierung erhöht gleichzeitig die Betriebssicherheit. Damit verbunden ist der Wegfall von rund 27 Arbeitsstellen – primär in den drei aufzuhebenden Stellwerken sowie bei den Hemmschuhlegern. Die Mitarbeitenden werden SBB-intern umgeschult.

Neben der Modernisierung der Anlage bringt die SBB den Rangierbahnhof bezüglich Umweltschutz auf den neusten Stand. Gemäss Rudolf Burri, Gesamtprojektleiter bei SBB Infrastruktur, werden entlang der Weichen und im Bremsbereich der Wagen auf einer Gesamtlänge von 280 Meter Lärmschutzwände gebaut. Ein besonderes Augenmerk gilt dem Gewässerschutz: Im kritischen Bereich der Ablaufanlage und der Richtungsgleise baut die SBB eine separate Entwässerung mit speziellem Auffangbecken.

Die Gesamtkosten der Teilerneuerung belaufen sich auf 191 Millionen Franken. Ende 2007 startet das entsprechende Plangenehmigungsverfahren, und voraussichtlich Mitte 2009 beginnen die Arbeiten, welche in rund dreieinhalb Jahren abgeschlossen sein sollen.

Der zu erneuernde Rangierbahnhof Basel 1 und der in den siebziger Jahren für den Süd-Nord-Verkehr gebaute Rangierbahnhof Basel 2 bilden im Dreiländereck eine wichtige Drehscheibe sowohl im schweizerischen als auch im internationalen Güterverkehr. Für SBB Cargo sind sie zentral, um die Kunden im Raum Basel (Chemie, Industrie, Rheinhäfen) bedürfnisgerecht bedienen zu können. Auch der SBB-Personenverkehr ist mit dem Rangierbahnhof verbunden: Ein Teil der S-Bahnzüge verkehrt durch die Einfahrgruppe.

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