Die SBB baut das Zugangebot im Fahrplan 2008 und 2009 weiter aus.


Medienmi

enmitteilung, 8. Mai 2007

Ausblick auf den künftigen Fahrplan


Die SBB baut das Zugangebot weiter aus.

Drei Jahre nach Inbetriebnahme von Bahn 2000 baut die SBB das Fahrplanangebot weiter aus. Namentlich die Inbetriebnahme des Lötschberg-Basistunnels führt ab Dezember 2007 zu kürzeren Reisezeiten ins Wallis und nach Italien. Für den Fahrplanwechsel im Dezember 2008 sind weitere Verbesserungen entlang der Gotthardachse sowie im internationalen Verkehr vorgesehen.

Die SBB wolle «die Erfolgsgeschichte von Bahn 2000 fortschreiben», erklärte SBB CEO Andreas Meyer heute in Bern vor den Medien. Seit dem grossen Fahrplanwechsel für Bahn 2000 im Dezember 2004 verzeichnet die SBB einen Anstieg der Zahl der Reisenden und der zurückgelegten Personenkilometer. Nie reisten mehr Menschen mit der SBB als 2006. Und der Trend hält weiter an. Wie Meyer bekannt gab, verzeichnete SBB Personenverkehr im ersten Quartal 2007 erneut Rekordwerte: Die Zahl der Reisenden stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode weiter um knapp sechs Prozent auf 73 Millionen Menschen. Die Personenkilometer nahmen um knapp fünf Prozent auf 3602 Mio. Pkm zu. Auch im Stammkundengeschäft hielt die positive Entwicklung an: Die Zahl der verkauften General- und Halbtax-Abonnemente nahm seit Jahresbeginn nochmals zu. Und auch die von der SBB regelmässig erhobenen Werte der Kundenzufriedenheit weisen nach oben. «Wir ernten jetzt die Früchte von Bahn 2000», sagte der CEO der SBB. Er ist überzeugt: «Wir sind auf dem richtigen Weg. Die Nachfrage nach Bahnleistungen wird weiter wachsen.»

Um dieser Nachfrage auch künftig zu entsprechen, brauche es jetzt Investitionen in den Ausbau der Infrastruktur, sagte Meyer: «Nur so können wir unser Angebot im Personen- und Güterverkehr weiter entwickeln.» Der Grundstein dazu werde durch das Kernangebot ZEB («Zukünftige Entwicklung der Bahninfrastruktur») gelegt, sagte der CEO der SBB.

Bereits für die bevorstehenden Fahrplanwechsel 2008 und 2009 plant die SBB den weiteren Ausbau des Fahrplanangebotes. «Ab Dezember 2007 gewinnen die Reisenden noch mehr Zeit, Flexibilität und Komfort», sagte Paul Blumenthal, Leiter Personenverkehr SBB, vor den Medien. Im Zentrum der Entwicklung steht der neue Lötschberg-Basistunnel mit deutlich kürzeren Fahrzeiten und einer Geschwindigkeit im Tunnel von 200 km/h. Auch auf der so genannten Neubaustrecke von Bahn 2000 zwischen Olten und Bern verkehren die Züge neu mit 200 km/h. Ins Wallis und nach Italien ergeben sich damit Reisezeitgewinne von bis zu einer Stunde: «Die Reise von Zürich nach Visp dauert künftig noch zwei Stunden. Heute sind es gut drei Stunden», freut sich Blumenthal. Aber auch der neue Anschlussknoten Interlaken Ost bringe für Reisen in die Jungfrauregion Reisezeitgewinne von bis zu 19 Minuten. Im internationalen Verkehr ergeben sich dank des Lötschberg-Basistunnels schnellere Verbindungen nach Italien. Die Züge von Basel via Bern und Brig nach Mailand verkehren im Vergleich zu heute bis eine Stunde schneller und sind künftig noch etwas mehr als vier Stunden unterwegs. Im Verkehr mit Frankreich rückt Paris deutlich näher an Basel und Zürich; die Reisezeit verkürzt sich um rund 90 Minuten. Von dieser Verbesserung profitieren die Reisenden bereits ab dem 10. Juni 2007 mit der Inbetriebnahme der neuen Verbindung TGV Est.

Ein Jahr später wird mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2008 das Angebot auf der Gotthardachse ausgebaut: Zwischen Basel und Luzern verkehrt dann ein stündlicher ICN/IR mit Halt nur in Olten. Der IR Basel–Zofingen wird zusätzlich verlängert bis nach Luzern. Zwischen Arth-Goldau und Lugano verkehrt ab Dezember 2008 ein schneller Neigezug mit einem Reisezeitgewinn von rund einer Viertelstunde. Zwischen Basel und Zürich schliesslich wird der Nonstop-IC im Halbstundentakt eingeführt. Und ein neuer Zug verbindet Aarau, Lenzburg und Zürich im Halbstundentakt. Im internationalen Verkehr mit Italien ergibt sich dank des Einsatzes von Neigezügen zwischen Genf und Mailand ein Reisezeitgewinn von rund dreissig Minuten. Und zwischen Zürich und Mailand werden Neigezüge im Zweistundentakt eingeführt. Nach Deutschland wird das ICE-Angebot ab Zürich resp. Interlaken weiter ausgebaut. Und ab Mitte 2009 verkürzt sich die Fahrzeit zwischen Genf und Paris dank des Ausbaus Haut-Bugey um rund dreissig Minuten.

«Die Fahrplanschritte 2008 und 2009 leisten einen wesentlichen Beitrag zur weiteren Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Bahn», erklärte Paul Blumenthal, «das Bahnfahren wird noch attraktiver.» Gleichzeitig stösst die SBB mit dem geplanten Fahrplanausbau – so Blumenthal – «an die Kapazitätsgrenzen des bestehenden Eisenbahnnetzes».

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