SBB Cargo erhöht Kapazität in Deutschland und Italien.

SBB Cargo baut in Italien den Wagenladungs- und Haus-Haus-Verkehr mit einer neuen Plattform in Lonato weiter aus. An der Plattform Turin wird erstmals ein eigenes Produktionsteam mit Rangierlok stationiert. Damit kann SBB Cargo das Volumen ihrer Transporte auf der europäischen Nord-Süd-Achse weiter erhöhen. Auch in Deutschland wird die Kapazität massiv gesteigert.

SBB Cargo baut sein Angebot im Wagenladungsverkehr in Norditalien kontinuierlich aus. Von Januar bis Ende April 2007 konnte SBB Cargo die Anzahl Züge pro Woche in Italien um insgesamt 25 auf 405 Züge pro Woche erhöhen (2006: 380 Züge pro Woche). Neben Turin, Desio und Brescia, wurde Ende April mit Lonato bereits die vierte Umschlagsplattform in Norditalien an das Netzwerk angeschlossen. Damit kann SBB Cargo für ihre Kunden auf der europäischen Nord-Süd-Achse eine höhere Kapazität für durchgehende, grenzüberschreitende Transporte von hoher Qualität anbieten.

In Lonato werden zwei neu erbaute, über 13 000 m2 grosse Gleis- respektive Lagerhallen in Betrieb genommen, die über modernste Plattformeninfrastruktur wie 32-Tonnen-Kräne und Lagermöglichkeiten für Transportgüter verfügen. Die Plattform, die von der Lonato S.p.A. betrieben wird, ist einerseits auf Stahl- und Eisenwarenlogistik, andererseits aber auch auf Stückgut und palettisierte Waren ausgelegt. Seit dem 24. April bedient SBB Cargo die neue Plattform in einer Anfangsphase mit zwei Zugpaaren pro Woche.


Ausbau der Leistungen in Turin.

Seit April 2007 hat SBB Cargo in Turin ein eigenes Rangierteam mit Rangierlok stationiert. Damit wird in Italien erstmals die direkte Zustellung von Wagen in Anschlussgleise in Eigenproduktion möglich. Die Papierfabrik Burgo in Verzuolo ist eine der ersten Kunden in Italien, die SBB Cargo mit diesem Angebot in Turin bedient. Als Hauptfrachtführerin transportiert SBB Cargo dreimal wöchentlich Rundholz aus der Schweiz nach Italien, wo der Kunde direkt im Anschlussgleis – 70 km südlich von Turin – bedient wird. Das aus Frankreich und der Westschweiz kommende Rundholz wird in Renens gebündelt, zu einem Zug zusammengestellt und nach Domo gefahren. In Domo werden die Wagen in den Shuttlezug von Deutschland nach Turin integriert und zur Plattform Torino Orbassano transportiert. Dort wird der Zug vom neuen Rangierteam rangiert und in Gruppen von 8–9 Wagen nach Verzuolo direkt ins Anschlussgleis von Burgo zugestellt.


Erhöhung der Kapazitäten in Deutschland.

Auch in Deutschland wird das Angebot kontinuierlich ausgebaut. Aufgrund der steigenden Nachfrage hat SBB Cargo im April die Anzahl Züge zwischen Duisburg und Basel auf 10 Zugpaare pro Woche verdoppelt. Wichtige Ballungsräume in Deutschland und Italien sind in den Wagenladungs- und Haus-Haus-Verkehr bereits integriert: Ruhrgebiet (Duisburg), Rheinland (Köln), Saarland (Landsweiler), Rhein-Main (Worms), Südbaden (Weil am Rhein), Lombardei (Desio, Molteno, Oggiono, Lecco). Erst im Herbst 2006 kamen weitere strategisch wichtige Standorte hinzu: die Regionen Bodensee (Singen) und Baden (Karlsruhe) in Deutschland sowie Turin und Brescia in Italien.

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