Das Verkehrskonzept für die Euro 2008 ist aufgegleist.

Erstmals ist bei einem Anlass dieser Bedeutung die landesweite Benützung des öffentlichen Verkehrs während 36 Stunden in den Tickets inbegriffen. Benedikt Weibel (Delegierter des Bundesrates für die Euro 2008), Thomas Berner (Leiter Teilprojekt Infrastruktur und Verkehr der Projektorganisation Öffentliche Hand), Andreas Meyer (CEO SBB AG) sowie Christian Mutschler (Turnierdirektor Schweiz, Euro 2008 SA) gaben an einer Medienkonferenz Auskunft über den Stand der Dinge in der Verkehrsplanung rund um die EM-Endrunde. Sie stellten das Verkehrskonzept der Schweiz für die UEFA EURO 2008 vor.

«Es gilt, die von der Euro 2008 ausgelösten grossen Verkehrsströme so umweltgerecht wie nur möglich zu bewältigen», erklärte Benedikt Weibel bei der Vorstellung des «Verkehrskonzepts der Schweiz für die UEFA EURO 2008». Angestrebt werden ambitionierte Ziele: Der Anteil des öffentlichen Verkehrs (Modalsplit) bei der An- und Abreise soll im Nahverkehr 80%, im Fernverkehr 60% betragen. Ziel ist es laut Thomas Berner, dass Gäste, Funktionäre, Medienschaffende und freiwillige Helfer im Juni 2008 grösstenteils mit dem ÖV reisen.


Das Kombi-Ticket ist während 36 Stunden gültig.

Deshalb ist erstmals bei einem Anlass von dieser Bedeutung das gesamte landesweite Angebot des öffentlichen Verkehrs in den Tickets inbegriffen, wie Andreas Meyer, CEO der SBB AG, informierte. Matchticketinhaber können in der Schweiz am Spieltag und zwölf Stunden danach Kursschiffe, Bahnlinien und die städtischen Verkehrsangebote in allen Schweizer Städten kostenlos nutzen. Auch für Besucher ohne Matchticket werden im Juni 2008 spezifische Fahrausweise angeboten, so ein Euro 2008-Generalabonnement und ein -Halbtax. Zusätzlich wird das Nachtangebot im Orts-, Regional- und Fernverkehr ausgebaut. Damit setzt die Euro 2008 auch bezüglich ökologischer Verträglichkeit neue Massstäbe und will für künftige Austragungen beispielhaft sein.


Abgestimmte Vorgehensweise mit Österreich.

Zur erfolgreichen Bewältigung der anstehenden Aufgaben im Verkehrsbereich stimmen sich Österreich und die Schweiz bei den wichtigsten Themen ab. Insbesondere hat sich auch Österreich für das Kombi-Ticket entschieden. Nach dem Grundsatz «Zwei Länder, ein Turnier» sollen Wegweisung und Informationen in Österreich und der Schweiz möglichst identisch sein. Der Leiter des Teilprojekts Infrastruktur und Verkehr zeigte, wie beide Länder die Signalisation – an Bahnhöfen und Flughäfen, auf Autobahnen sowie im Stadionbereich – einheitlich gestalten wollen. Das Verkehrskonzept Österreichs wird heute Donnerstag gleichzeitig in Wien der Öffentlichkeit vorgestellt.

Finanziert wird das Kombi-Ticket mit je vier Millionen Franken seitens des Bundes und der Euro 2008 SA sowie durch das Engagement des öffentlichen Verkehrs. Die Euro 2008 SA hat für die Kooperation mit den ÖBB ebenfalls CHF 4 Mio budgetiert. Somit wird die Euro 2008 SA das Kombi-Ticket in der Schweiz und Österreich mit insgesamt CHF 8 Mio. finanzieren. Die Beteiligung der Euro 2008 SA bezeichnete Turnierdirektor Schweiz, Christian Mutschler, als sinnvolle Investition, wichtigen Beitrag zu einer umweltfreundlichen Veranstaltung sowie echten Mehrwert für die Gäste.


» www.sbb.ch/euro08