SBB und SNCF bestärken ihre Zusammenarbeit.

SBB und SNCF haben an einem Spitzentreffen heute in Genf beschlossen, die Zusammenarbeit der beiden Bahnunternehmen weiter auszubauen. Im Güterverkehr starten SBB Cargo und FRET SNCF eine Kooperation für eine gemeinsame grenzüberschreitenden Produktion zwischen Mulhouse (F) und Buchs SG (CH). Im Personenverkehr beschafft die SBB im Rahmen von Lyria eine zusätzliche TGV-Komposition.

Die Delegationen von SBB und SNCFLink öffnet in neuem Fenster. bestärkten an ihrem Spitzentreffen heute in Genf den gemeinsamen Willen, die Zusammenarbeit der beiden Bahnunternehmen weiter zu fördern und auszubauen. Unter Führung von Anne-Marie Idrac, Präsidentin der SNCF, und Andreas Meyer, CEO der SBB, wurden im Rahmen einer «tour d’horizon» Themen und Entwicklungen in allen für die beiden Unternehmen relevanten Märkten diskutiert. SBB und SNCF unterzeichneten Verträge für eine Kooperation im Güterverkehr und für den Ausbau der Zusammenarbeit im internationalen TGV-Verkehr zwischen der Schweiz und Frankreich. Abgeschlossen wurde das Spitzentreffen mit einem gemeinsamen Apéro, an dem auch der Genfer Regierungsrat Robert Cramer teilnahm.


Neue Kooperation zwischen SBB Cargo und FRET SNCF.

Bereits am 10. Juni 2007 lancieren SBB Cargo und FRET SNCF eine gemeinsame grenzüberschreitende Produktion zwischen Mulhouse und Buchs (SG). Mit der Kooperation werden die grenzüberschreitenden Ost-West-Gütertransporte auf dieser Strecke vereinfacht und die Konkurrenzfähigkeit gegenüber der Strasse wird gesteigert. Die neue Zusammenarbeit ermöglicht zukünftig den gegenseitigen Einsatz von Ressourcen.

Das aktuelle Zugsportfolio für den internationalen Gütertransport umfasst 41 Züge pro Woche. Die 36 Transit- und 5 Importzüge werden derzeit vor allem für Autotransporte und im Einzelwagenladungsverkehr, aber auch für diverse andere Güter eingesetzt. Für die grenzüberschreitenden Transporte wurden Lokführer von SBB Cargo und FRET SNCF in den letzten Monaten umfassend ausgebildet. Die Interoperabilität ist nun in vollem Umfang realisiert. Demnach können die Güterzüge neu ohne Lok- und Lokführerwechsel durchgehend über die Grenze fahren.


Beschaffung eines TGV durch die SBB.

Am 10. Juni 2007 wird auf der Linie Zürich–Basel–Strasbourg–Paris der TGV Est in Betrieb genommen. Gleichzeitig werden Vermarktung und Betrieb der neuen Verbindung in die gemeinsame Tochterunternehmung Lyria (SNCF 74%, SBB 26%) integriert. Zu diesem Zweck unterzeichneten SBB und SNCF heute in Genf einen «Accord Commercial Lyria 3». Teil der Vereinbarung ist die Beschaffung einer TGV-Komposition zum Preis von 28 Mio. Euro durch die SBB. Im Rahmen der Lyria-Kooperation wird die SBB somit künftig drei TGV-Kompositionen besitzen.

Auf der neuen Achse TGV Est verkehren ab 10. Juni täglich vier Zugspaare zwischen Basel und Paris; davon werden zwei Zugspaare in der Schweiz weitergeführt bis nach Zürich. Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2007 werden drei der vier Zugspaare zwischen Zürich und Paris verkehren.

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