Erneuerung des Bahnhofs Burgdorf für 51 Mio. Franken gestartet.

Ab heute Donnerstag erneuert die SBB den Bahnhof Burgdorf. Mit einem Spatenstich startete die Berner Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer den Umbau des wichtigen Bahnhofs am Tor zum Emmental. Bis Mitte 2009 wird die SBB die gesamte Infrastruktur modernisieren, kundenfreundlicher gestalten sowie die beiden Bahnhofteile von SBB und BLS zusammenlegen.

Anlässlich des heutigen Spatenstichs bezeichnete Georg Schmalz, Leiter Fahrweg SBB Infrastruktur, die Modernisierung des Bahnhofs Burgdorf als vordringlich. «Burgdorf erhält eine immer wichtigere Funktion zur Erschliessung des Mittellandes und ist ein bedeutender Zubringer des regionalen Personen- und des Fernverkehrs», betonte Schmalz am Morgen vor Vertretern der Stadt, des Kantons und der Medien. Deshalb sei Burgdorf in den nächsten Jahren «eines der grössten Bahnhoferneuerungsprojekte der SBB». Insgesamt investiert die SBB 51 Mio. Franken in den Umbau, daran beteiligt sich der Kanton Bern mit 11,7 Mio. Franken.


Bahnanlagen von SBB und BLS werden zusammengelegt.

Der Bahnhof Burgdorf besteht heute aus zwei Teilen, einem der SBB sowie einem der BLS (vormals RM). Mit dem Umbau werden die beiden Bahnhofteile zusammengelegt, was wesentlich mehr Komfort für die Reisenden bringt. Überdies entsteht dadurch beim Bahnhofplatz freie Fläche für den Entwicklungsschwerpunkt (ESP) Bahnhof Burgdorf. Stadtpräsident Franz Haldimann begrüsste das Erneuerungsprojekt neben dem verbesserten Nutzen für die Bahnkunden und Gäste in Burgdorf schon allein deshalb: «Damit ist die Grundlage für eine weitere Entwicklung des Bahnhofquartiers gelegt.»

Mit dem heutigen Spatenstich packe Burgdorf das Herzstück des ESP Bahnhof Burgdorf an und damit die Entwicklung des Quartiers in den nächsten dreissig bis fünfzig Jahren, sagte Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer. «Er soll die Verkehrsprobleme lösen und gleichzeitig den Wirtschaftsstandort Burgdorf stärken», betonte die Berner Bau-, Verkehrs- und Energiedirektorin.


Bequemeres Umsteigen und neue Betriebsanlagen.

Die Zusammenlegung der beiden Bahnhofteile schafft nicht nur Platz für den Entwicklungsschwerpunkt. Künftig müssen die Reisenden zum Umsteigen von der S-Bahn auf den Fernverkehr und umgekehrt nicht mehr die Strassenverkehrsfläche queren. Dies verbessert ebenso wie die erhöhten Perrons bei den Gleisen 1, 4 und 5 den Komfort für die Reisenden spürbar. Die SBB erneuert überdies die gesamten Fahrleitungs-, Gleis- und Kabelanlagen. So werden beispielsweise 28 Weichen zurückgebaut, was den Fahrkomfort erhöht und gleichzeitig den Unterhaltsaufwand senkt. Auch der Freiverlad für den Güterverkehr wird modernisiert, mit einer neuen Verladerampe ausgestattet und aufgewertet. Schliesslich hat die bestehende Stellwerkanlage das Ende ihrer Lebensdauer erreicht. Die SBB installiert eine komplett neue Sicherungsanlage, die sich aus der Betriebszentrale Olten fernsteuern lässt.


Zwei Jahre Umbauzeit.

Nach dem heutigen Spatenstich will die SBB bis im Dezember 2007 den neuen Perron für Gleis 11 in Richtung Bern erstellen und provisorisch in Betrieb nehmen. Bis Mitte 2008 sollen die die Perrons bei Gleis 1, 4 und 5 über die komfortablere Einstiegshöhe verfügen. Im Spätherbst 2008 ist die Inbetriebnahme des neuen Stellwerks vorgesehen. Bis Frühjahr 2009 schliesslich soll das gesamte Projekt abgeschlossen sein.

Die SBB bemüht sich, die Auswirkungen während der Bauarbeiten auf das notwendige Minimum zu reduzieren. Einschränkungen und Unannehmlichkeiten für die Reisenden und Anwohner lassen sich jedoch im Zusammenhang mit den Bauarbeiten nicht vermeiden. Die SBB dankt allen Betroffenen für das entgegengebrachte Verständnis.

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