Schnellere Tageszüge, strafferes Nachtangebot im Reiseverkehr Schweiz–Italien 2007/2008.

Die Tagesverbindungen Schweiz–Italien werden immer schneller. Folglich verlagern sich die Reisebuchungen immer häufiger von Nacht- auf Tageszüge. Aus diesem Grund passen SBB und Trenitalia das Nachtangebot an: Nach Saisonschluss im Herbst werden die beiden Wochenend-Verbindungen Freccia delle Puglie (Zürich–Bari–Lecce) und Freccia della Calabria (Zürich–Lamezia Terme–Villa San Giovanni und umgekehrt) eingestellt. Der EuroNight Luna verkehrt ab Dezember 2007 weiterhin ab Zürich und Genf, jedoch nicht mehr ab Basel. Als Ersatz für die wegfallenden Halte bedient der Zürcher Flügel des EuroNight Luna ab Dezember 2007 neu auch Olten, Bern und Spiez.

Das Abgebot mit schnellen Tagesverbindungen in verschiedenste Destinationen Italiens wurde in den letzten Jahren kontinuierlich ausgebaut. Mit der Eröffnung des Lötschberg-Basistunnels verbessert sich das Angebot für die Reisenden von und nach Italien erneut. In Italien selber verkehren immer mehr Hochgeschwindigkeitszüge. Die Bahnkunden entscheiden sich daher bei der Reiseplanung immer häufiger für einen Tageszug. Demgegenüber sinkt die Nachfrage nach Schlafwagen. Zusätzlich entsprechen die Nachtzüge qualitativ nicht mehr in jedem Fall den Wünschen und Bedürfnissen der Kundinnen und Kunden.

Vor diesem Hintergrund hat sich die SBB entschieden, das Angebot im Nachtverkehr an die heutige wirtschaftliche Situation und die Kundenbedürfnisse anzupassen. Ab Ende August bzw. Ende Oktober 2007 werden die beiden saisonalen Wochenendverbindungen Freccia delle Puglie (Zürich–Bari–Lecce) und Freccia della Calabria (Zürich–Lamezia Terme–Villa San Giovanni) aufgehoben. Als Alternative steht nach wie vor der Nachtzug Zürich/Genf–Rom zur Verfügung. In Rom können die Fahrgäste mit den modernen Eurostar-Hochgeschwindigkeitszügen von Trenitalia in den Süden weiterreisen.

Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2007 verkehren internationalen Züge nach Italien via Lötschberg-Basistunnel und gewinnen damit ab Basel und Bern um bis zu einer Stunde pro Weg. Die Fahrzeit im Zug Bern–Mailand verkürzt sich so auf drei Stunden. Ab Mailand können Reisende entweder mit schnellen Eurostar-Zügen oder mit Nachtzügen von Trenitalia in den Süden weiter reisen. Daraus ergeben sich auch Anpassungen bei den EuroNight-Verbindungen (EN): Ab Dezember 2007 verkehrt der EuroNight nach Rom nur noch ab Zürich und Genf. Die direkten Wagen Basel–Rom werden aufgehoben. Der Zürcher Flügel des EN Luna bedient im Gegenzug ab dem Fahrplanwechsel auch die Bahnhöfe Olten, Bern und Spiez. In Olten und Bern bestehen von und nach Basel/Deutschland gute Anschlüsse. Die SBB empfehlen den Kundinnen und Kunden, ihre Reise mit dem Nachtzug nach Italien frühzeitig zu planen.

Weitere Informationen sind an allen Bahnschaltern der SBB, im Internet sowie beim telefonischen Rail Service unter 0900 300 300 (CHF 1,19/Min.) erhältlich.

Zürich–Villa San Giovanni: letzter Verkehrstag So/Mo 26./27. August 2007
Villa San Giovanni–Zürich: letzter Verkehrstag Mo/Di 27./28. August 2007
Zürich–Lecce: letzter Verkehrstag Fr/Sa 26./27. Oktober 2007
Lecce–Zürich: letzter Verkehrstag Sa/So 27./28. Oktober 2007

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