Neues SBB Kompetenzzentrum für den Fahrzeugunterhalt in Oberwinterthur.


Medienmitteilung, 2. Juli 2007

Fahrzeugunterhalt Regionalzüge


Neues SBB Kompetenzzentrum in Oberwinterthur.

enmitteilung, 2. Juli 2007

Fahrzeugunterhalt Regionalzüge


Neues SBB Kompetenzzentrum in Oberwinterthur.

Die SBB baut die Serviceanlage Oberwinterthur zu einem Kompetenzzentrum für den Unterhalt moderner Gliederzüge der Typen «FLIRT» und «GTW» aus. Dies hat der Verwaltungsrat SBB nach intensiven Projektabklärungen an seiner letzten Sitzung beschlossen. Die ebenfalls geprüfte Option einer gemeinsamen Unterhaltsfirma von SBB und Stadler Rail lässt sich nicht realisieren, da sich das Synergiepotenzial als zu gering erwiesen hat.

In den nächsten Jahren wird SBB Personenverkehr pro Jahr rund CHF 500 Mio. in die Erneuerung der Fahrzeugflotte im Fern- und Regionalverkehr investieren. Diese Flottenerneuerung bedingt mitunter umfangreiche Infrastrukturanpassungen bei der Fahrzeuginstandhaltung. Wie im Februar 2007 kommuniziert, hat die SBB vor diesem Hintergrund die Instandhaltungs-Strategie überarbeitet und auf die neuen Rahmenbedingungen ausgerichtet. Ziel ist es, auch in Zukunft einen effizienten und qualitativ hoch stehenden Unterhalt für die Personenverkehrsflotte zu gewährleisten.

«Weil der Druck auf Kosten und Abgeltungen von Bund und Kantonen in Zukunft weiter zunehmen wird, muss die Fahrzeuginstandhaltung ihre Wettbewerbsfähigkeit laufend steigern», erklärt Philippe Gauderon, Leiter Operating Personenverkehr der SBB. Bist heute hat die SBB bereits mehrere Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsprogramme umgesetzt.


Zwei Varianten geprüft – interne Lösung bevorzugt.

In diesem Umfeld hat die SBB Ende Februar 2007 entschieden, zwei verschiedene Varianten für den effizienten Unterhalt der Gliederzüge «FLIRT» und «GTW» am heutigen Servicestandort Oberwinterthur zu prüfen. Neben einer SBB internen Lösung wurde dabei als Option auch der gemeinsame Unterhalt zusammen mit dem Hersteller Stadler Rail vertieft geprüft. Im Zentrum der Kooperationsidee standen die Gründung einer neuen, gemeinsamen Firma von SBB und Stadler Rail für den Unterhalt der modernen Gliederzüge im Regionalverkehr sowie ein Neubau in Oberwinterthur. Eine umfassende Analyse der beiden Varianten – interne Lösung und gemeinsame Firma – ist nun zum Schluss gekommen, dass aus einer neuen Unterhaltsfirma nicht die gewünschten Synergiepotenziale resultieren würden. Aus diesem Grund sprach sich der Verwaltungsrat SBB an seiner letzten Sitzung für das interne Projekt aus. «Die bestehenden operativen Geschäftsbeziehungen zwischen SBB und Stadler Rail sind von diesem Entscheid nicht betroffen», betont Philippe Gauderon.

Die Rahmenbedingungen und Produktivitätsziele wurden bereits ausführlich mit Sozialpartnern und Gewerkschaften besprochen. Die Arbeitnehmervertreter begrüssen den Entscheid für die interne Lösung und haben ihre aktive Unterstützung bei der Umsetzung der gewählten Variante zugesichert.

Das neue Kompetenzzentrum für Gliederzüge der Typen «FLIRT» und «GTW» wird räumlich in die bestehende Serviceanlage von Oberwinterthur integriert. Die Verantwortlichen der SBB gehen davon aus, dass die neuen Strukturen in Oberwinterthur ab Anfang 2008 in vollem Umfange zur Verfügung stehen werden. Mittelfristig wird das neue Kompetenzzentrum in Oberwinterthur auch in der Lage sein, Aufträge von Dritten für den Fahrzeugunterhalt zu übernehmen.

Weiterführender Inhalt