Datenfehler bei Billettautomaten korrigiert.

Die SBB hat den Fehler behoben, der auf einigen spezifischen Bahnverbindungen ab und nach sieben Zürcher Stadtbahnhöfen zu hohe Billettpreise zur Folge hatte. Insgesamt sind in den letzten beiden Monaten auf Grund einer fehlerhaften Datenerfassung 300 von insgesamt zwölf Millionen Tickets falsch ausgestellt worden. Die SBB entschuldigt sich bei den betroffenen Kundinnen und Kunden, die rund 5000 Franken zuviel bezahlten. Sie lässt den unrechtmässigen Billetterlös der Glückskette Schweiz zukommen.

Als Folge einer falschen Datenmutation berechnete das Verkaufssystem der SBB seit dem 1. Juni 2007 auf einigen Bahnverbindungen eine zusätzliche Distanzschlaufe von 32 Tarifkilometern (siehe Kasten). Ursache des Fehlers war SBB intern eine falsche Eingabe in den Stammdaten des Verbindungssystems. Erst durch entsprechende Kundenhinweise wurde die SBB auf den Fehler aufmerksam. Daraufhin hat sie an den betroffenen Automaten Informationshinweise angebracht und Möglichkeiten zur Fehlerbehebung gesucht.


300 zu teure Billette ausgegeben.

In der Nacht auf heute Donnerstag konnte die SBB die entsprechenden Stammdaten im System und an den Billettautomaten manuell korrigieren. Bedauerlicherweise liess sich nicht verhindern, dass in der Zwischenzeit zu teuer berechnete Fahrausweise verkauft wurden. Die Auswertungen der Billettverkäufe im Juni und Juli 2007 zeigen, dass an den Billettautomaten insgesamt rund 300 Billette mit falscher Berechnung ausgegeben wurden. Dadurch bezog die SBB von den betroffenen Kunden rund 5000 Franken zuviel Billetterlöse. Gesamthaft wurden bei der SBB im selben Zeitraum über 12 Millionen Fahrausweise bezogen.

Die SBB bedauert den Fehler ausserordentlich. Sie hat entschieden, den unrechtmässig bezogenen Erlös von 5000 Franken zur wohltätigen Verwendung der Glückskette zukommen zu lassen. Den Kundinnen und Kunden mit einem zu teuer berechneten Billett erstattete die SBB den zuviel bezahlten Betrag zurück und entschädigte sie zusätzlich mit einem «Sorry-Check» von 10 bzw. 15 Franken.

Eingabefehler führte zu Zusatzschlaufe. Eine falsche Eingabe bei der Mutation der SBB internen Stammdaten im Verbindungssystem hatte zur Folge, dass das Ticketsystem seit dem 1. Juni 2007 auf einigen Fahrausweisen und unter bestimmten Bedingungen eine zusätzliche Schlaufe «Via Zürich HB–Killwangen-Spreitenbach–Zürich HB» berechnete. Dies entspricht 32 Tarifkilometern oder einem maximalen zusätzlichen Preis von CHF 5.70 (2. Kl. Halbtax) bis CHF 19.– (1. Kl. ohne Halbtax). Betroffen waren Relationen ab den und an die Bahnhöfe Zürich Oerlikon, Zürich Stadelhofen, Zürich Wiedikon, Stettbach, Zürich Enge, Zürich Seebach und Zürich Affoltern. Dies unter der Voraussetzung, dass die gewählte Fahrt 68 bis 100 Tarifkilometer umfasste und über Zürich HB führte. Dies betraf insgesamt 104 Bahnhöfe und 863 von 150 Millionen möglichen Verbindungen. Die betroffenen Billette enthielten den entsprechenden Hinweis auf die zusätzlich verrechnete Strecke «Via Zürich HB–Killwangen-Spreitenbach–Zürich HB». Mit der Korrektur der Stammdaten für die 863 Verbindungen im System konnte die SBB den Fehler beheben, womit die Verrechnung der Zusatzschlaufe entfällt. Um künftige Fehleingaben zu vermeiden, überprüft die SBB den internen Prozess zur Mutation der Stammdaten im Verbindungssystem.

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