Täglich 180 Züge mit 200 km/h auf der Neubaustrecke.

Seit dem 29. Juli 2007 verkehren die Züge auf den neuen Strecken Bern–Olten und Solothurn–Olten mit 200 Kilometern pro Stunde. Die Erfahrungen nach zehn Tagen mit erhöhter Maximalgeschwindigkeit sind positiv. Täglich verkehren rund 180 Züge mit 200 statt bisher 160 km/h über die Neubaustrecke.

Seit dem 29. Juli verkehren in der Schweiz erstmals fahrplanmässige Züge mit einer Geschwindigkeit von 200 Kilometern pro Stunde. Die SBB hat das Tempolimit für die Züge Bern–Olten sowie Solothurn–Olten via Neubau- und Ausbaustrecke erhöht. Seither beschleunigen in Richtung West-Ost täglich rund 180 Züge ihre Geschwindigkeit von bisher maximal 160 auf neu 200 km/h. In umgekehrter Richtung verkehren die Züge aus fahrplantechnischen Gründen bis zum Fahrplanwechsel nur ausnahmsweise mit erhöhtem Tempo, um Verspätungen zu reduzieren.

Die Bahnkunden merken von der Neuerung vorerst nicht viel. Im Fahrplan wirkt sich die Geschwindigkeitserhöhung erst beim Wechsel ab dem 9. Dezember 2007 aus. Dann wird sich die Reisezeit über die Neubau- und die Ausbaustrecke um weitere ein bis drei Minuten verkürzen. Der hauptsächliche Fahrzeitgewinn – 12 Minuten schneller zwischen Bern und Olten/Zürich – resultierte bereits aus der Inbetriebnahme der Neubaustrecke Mattstetten–Rothrist im Dezember 2004. Damals hatte sich die SBB entschieden, das neue europäische Zugsicherungssystem ETCS sowie die Erhöhung der Maximalgeschwindigkeit schrittweise statt wie ursprünglich geplant gleichzeitig mit der Streckeneröffnung einzuführen.

Im aktuellen Fahrplan dient die Erhöhung auf 200 km/h dazu, mit Blick auf den Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2007 allfällige Trassenkonflikte zwischen den Zügen zu eruieren, das Sicherungssystem ETCS Level 2 weiter in der Praxis zu benutzen sowie Verspätungen aufzuholen. In den ersten zehn Tagen mit Maximalgeschwindigkeit 200 km/h zieht die SBB eine positive Bilanz: Das Personal, die Fahrzeuge und die technischen Einrichtungen haben die Umstellung erfolgreich bewältigt. Auftretende Trassenkonflikte lassen sich in der Betriebsführung operativ lösen.

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