SBB Cargo holt die Zuckerrüben direkt in den Anbauregionen.

Gegen 1 Million Tonnen Zuckerrüben warten ab heute entlang der Bahngleise des Schweizer Mittellandes auf den Abtransport. Während der so genanten «Rübenkampagne» transportiert SBB Cargo die Rüben in die beiden Zuckerfabriken in Aarberg und Frauenfeld. Dort werden sie zu Zucker, Melasse und Futterschnitzeln verarbeitet.

Jedes Jahr von Mitte September bis Ende Dezember bringen die mehr als 4000 Schweizer Rübenpflanzer ihre Ernte an einen der Bedienpunkte von SBB Cargo. Während der dreimonatigen Kampagne unterhält SBB Cargo ein eigenes «Rübennetz» mit rund 76 Verladestellen vom Genfersee bis zum Bodensee. Hier werden die Rüben, wie zum Beispiel in Rosé bei Fribourg mit einer modernen Umschlagmaschine, vom Transportfahrzeug des Landwirts in den Güterwagen der SBB Cargo umgeladen. Damit kein Bauer vor einem leeren Geleise steht, sorgen Logistik-Spezialisten von SBB Cargo zusammen mit den Mitarbeitenden der Zuckerfabriken für eine genaue Planung und einen reibungslosen Ablauf. Täglich müssen bis zu 300 Güterwagen des Typs Eaos am richtigen Verladeort stehen und die Bauern über die Verladezeit und Ort informiert sein. Adrian Keller, Leiter Geschäftsbereich Schweiz von SBB Cargo betont: «Nur dank einer engen und intensiven Zusammenarbeit zwischen der Güterbahn und den Zuckerfabriken stehen die Bahnwagen am versprochenen Ort und Tag zum Verlad der Rüben bereit».

Aber nicht alle Wagen werden nach dem Entlad der Rüben sofort leer zum nächsten Verladeort geschickt. Sie werden in den Zuckerfabriken mit Schnitzeln gefüllt. Dieses Nebenprodukt wird in der Viehfütterung eingesetzt. Das sind pro Jahr rund 150 000 Tonnen, die per Bahn zurück transportiert werden.  

In diesem Jahr wird eine Ernte von rund 1,6 Millionen Tonnen Zuckerrüben erwartet, die per Bahn und Strassenfahrzeugen nach Aarberg oder Frauenfeld gelangen. Daraus entstehen je nach Zuckergehalt mehr als 230 000 Tonnen Kristallzucker und 400 000 Tonnen Nebenprodukte wie Schnitzel und Melasse. Das Werk Aarberg produziert neben Würfelzucker auch die bekannten Zuckersachets, deren Inhalt so manchen Kaffee versüsst. Die aktuellen Sujets sind dem 125-jährigen Gotthard-Jubiläum gewidmet und zeigen Lokomotiven aller Epochen.

Damit der lose Kristallzucker unter hygienisch einwandfreien Bedingungen transportiert werden kann, stellt SBB Cargo den Zuckerfabriken 20 Schüttgutwagen des Typs Tagnpps zum ausschliesslichen Gebrauch zur Verfügung. So können Kontaminierungen des sensiblen Ladeguts ausgeschlossen werden. Die Wagen mit der Werbeaufschrift „Zucker fährt ein“ rollen direkt zu den Schokoladenfabriken wie zum Beispiel Lindt & Sprüngli, Camille Bloch und Chocolat Frey. Der Einsatz dieser sicheren Güterwagen ist Teil des Hygienekonzepts von SBB Cargo, das im Juli 2007 von der Schweizerischen Vereinigung für Qualitäts- und Management-Systeme (SQS) mit der Verleihung des Zertifikats der guten Handelspraxis (GHP) gewürdigt wurde. Das heisst SBB Cargo verbürgt sich, Transporte mit losen Lebens- und Futtermitteln nach hygienischen Standards durchzuführen. Josef Arnold, Direktor der Zuckerfabriken Aarberg und Frauenfeld bestätigt: «Wir haben mit SBB Cargo eine Partnerin, die nicht nur den Transport der Rüben aus den entfernteren Regionen in die Fabriken einwandfrei meistert, sondern auch die Beförderung des wertvollen Naturprodukts Zucker für uns übernimmt».

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