Tunnelbohrmaschine für die Durchmesserlinie geht in Betrieb.

Die Tunnelbohrmaschine des Weinbergtunnels gräbt sich ab nächsten Montag ihren Weg von Oerlikon zum Hauptbahnhof Zürich. Der Tunnel ist Teil der Zürcher Durchmesserlinie und verbindet ab 2013 den neuen Durchgangsbahnhof Löwenstrasse mit Oerlikon.

Am Montag, 27. Oktober 2008, beginnt die Tunnelbohrmaschine des Weinbergtunnels ihre lange, arbeitsintensive Reise. 3000 Tonnen schwer und 220 Meter lang – mit diesen riesigen Dimensionen arbeitet sie sich vom Installationsschacht Brunnenhof in Oerlikon Meter für Meter durch das Gestein. Voraussichtlich Mitte 2010 erreicht sie in einer S-förmigen Kurve ihr Ziel, den neuen Durchgangsbahnhof Löwenstrasse unter dem Hauptbahnhof Zürich. 2013 soll der Weinbergtunnel als Teil der Zürcher Durchmesserlinie eröffnet werden.

Im August 2008 wurde die Tunnelbohrmaschine angeliefert und seither im 30 Meter tiefen Zugangsschacht in Millimeterarbeit zusammengesetzt. Zuvorderst hat die Tunnelbohrmaschine ein Schneidrad mit 50 Schneidrollen und 160 Schälmessern. Damit arbeitet sie sich mit maximal 5 Umdrehungen pro Minute 15 Meter pro Tag durch den kompakten Molassefels. Um das grundwassergesättigte Lockergestein im Bereich der Limmat zu durchgraben, wird die Maschine umgerüstet. 10 Arbeiter sorgen dafür, dass die Maschine in Höhe und Lage korrekt fährt. Das Ausbruchmaterial gelangt über ein Förderband zum Bahnhof Oerlikon, wo es umweltverträglich per Bahn abtransportiert wird.

Die Maschine unterfährt das Stadtgebiet in einer Tiefe von mindestens 30 Meter (Radiostudio) bis maximal 160 Meter (Flanke Zürichberg) unter der Erdoberfläche. Die Anwohnerinnen und Anwohner dürften nur wenig von den Bohrarbeiten hören oder spüren – an einigen Stellen wird jedoch mit spitzen Ohren ein dumpfes Brummen zu vernehmen sein.

Mehr Informationen zur Durchmesserlinie und zum aktuellen Stand der Bohrarbeiten finden sind unter www.durchmesserlinie.ch, Fotografien der Tunnelbohrmaschine unter www.sbb.ch/foto.

Weiterführender Inhalt