Fundservice der SBB gefragter denn je.

Über 250 Gegenstände gehen täglich in den Zügen vergessen, Tendenz steigend. Fast die Hälfte der verlorenen Sachen kann die SBB den betroffenen Kunden zurückvermitteln. Dieser Service verursacht hohe Kosten, die nicht durch die Einnahmen gedeckt sind. Deshalb muss die SBB per 14. Dezember 2008 die Rückgabegebühren anpassen.

88 000 Gegenstände blieben letztes Jahr in den Fahrzeugen des öffentlichen Verkehrs liegen. Dieses Jahr werden es sogar gegen 100 000 verlorene und vergessene Sachen sein. Die Aufbewahrung, Zuordnung, Rückvermittlung oder Verwertung der Fundgegenstände ist mit grossem logistischem Aufwand verbunden. Dieser wird durch die Einnahmen aus Rückgabegebühren und Verwertung nur unvollständig gedeckt. Deshalb ist die SBB gezwungen, die Gebühren für abgeholte Fundsachen den steigenden Kosten anzupassen: Neu kostet die Abholung eines Gegenstandes CHF 20 (bisher CHF 10). Besitzer von Halbtax- oder Jahresstreckenabos bezahlen wie bisher den halben Preis (neu CHF 10 statt 5). GA-Kunden bezahlen neu 5 Franken.

Bei den Verlustanzeigen ändert sich indessen nichts: Diese sind weiterhin kostenlos online möglich unter www.sbb.ch/fundservice. Eine Verlustanzeige ist auch beim telefonischen Rail Service (0900 300 300, CHF 1,19/Min.) oder für 15 Franken an den Verkaufsstellen der öffentlichen Verkehrsbetriebe möglich. In 48 Prozent der Fälle stimmen die Verlustanzeigen mit den beschriebenen, verlorenen Gegenständen überein. Fast die Hälfte der verlorenen Gegenstände können so ihren Besitzern zurückvermittelt werden. Ist dies nicht der Fall, werden die Fundsachen nach Ablauf der gesetzlichen Aufbewahrungsfristen über www.fundsachenverkauf.chLink öffnet in neuem Fenster. verwertet.

So lange Vorrat, erhalten alle SBB Kunden neu ein «easyfind»-Set, wenn sie ihren verlorenen Gegenstand abholen. Damit lassen sich persönliche Wertsachen kennzeichnen und rasch wiederfinden.

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