Züge fahren seit 3.00 Uhr nach neuem Fahrplan.

Ab heute Sonntag verkehrt der öffentliche Verkehr in der Schweiz nach dem neuen Fahrplan 2009. Nach umfangreichen Vorbereitungen klappte die Umstellung gut. Mit dem neuen Fahrplan bietet die SBB den Bahnkunden ein nochmals ausgebautes Angebot mit 5,5 Prozent mehr Zugkilometern, mehr Verbindungen, längeren Kompositionen zur Hauptverkehrszeit und einem einheitlicheren Service in den Zügen.

Seit heute Nacht um 3.00 Uhr gilt der neue Fahrplan. Dieser war für die Mitarbeitenden der SBB mit grossen logistischen Vorbereitungen verbunden. So galt es, in den letzten Tagen und in der Nacht auf Sonntag rund achtzig Rollmaterialumläufe an den neuen Fahrplan anzupassen sowie sämtliche Systeme wie etwa die Online-Abfragen oder Billettautomaten auf die Veränderungen einzustellen. Im Zugverkehr kam es heute Vormittag einzig bei den Cisalpino-Zügen von und nach Italien zu Verspätungen, ein Zug fiel aus. In der Regel dauert es einige Tage, bis sich ein neuer Fahrplan im laufenden Betrieb eingependelt hat. Gemäss ersten Erkenntnissen rollte der neue Fahrplan gut an.

Seit 2003 hat die SBB das Angebot um 26 Prozent mehr Zugkilometer ausgebaut. Der neue Fahrplan 2009 bringt den Bahnkunden insgesamt nochmals ein spürbar verbessertes Angebot. Die Zahl der angebotenen Zugkilometer nimmt um 5,5 Prozent zu. Gleichzeitig rechnet die SBB allein im laufenden Jahr mit einer Zunahme der Nachfrage in gefahrenen Personenkilometern um 7 Prozent. Mit Verstärkungen, Doppelführungen und zusätzlichen Zügen baut die SBB das Angebot in den Belastungsspitzen aus. So gibt es im neuen Fahrplan etliche neue Frühzüge.

Zwischen den Zentren Lausanne und Genf verkehren elf zusätzliche Züge, zwischen Bern und Zürich setzt die SBB neben den im Halbstundentakt fahrenden Zügen vier zusätzliche Züge in der Hauptverkehrszeit ein. Zwischen Basel und Zürich fahren die Züge neu integral im Halbstundentakt, das macht 24 zusätzliche Nonstop-Züge. Am Gotthard verkehren neu Intercity-Neigezüge (ICN), mit denen sich die Fahrzeit aus dem und ins Tessin um 15 Minuten verkürzt. Sie führen allesamt einen Speisewagen mit. Sowohl im Fern- wie auch im Regionalverkehr bietet die SBB den Bahnkunden mit dem Fahrplan 2009 insgesamt schnellere, häufigere und bequemere Verbindungen an.

Auch die Vereinheitlichung des Service-Angebots je nach Zugskategorie konkretisiert sich mit dem neuen Fahrplan, besonders in den Intercity-Zügen (IC und ICN). So profitieren die Kunden auf nahezu allen Intercity-Verbindungen von einem Speisewagen (7.00 bis 21.00 Uhr), Platzservice mit der Minibar (7.00 bis 19.00 Uhr), Business- und Ruheabteilen sowie einer Familienzone. Das Aussendesign der Speisewagen und die Speisekarten werden dem SBB Auftritt angeglichen.

Eine besondere logistische Herausforderung ergibt sich durch die nach wie vor von der Industrie nicht rechtzeitig gelieferten neuen Neigezüge des Typs ETR 610 für Cisalpino im Verkehr nach Italien. Hier kommt ein Übergangskonzept zum Zug. Das definitive Übergangskonzept für den Gotthard sieht insgesamt sieben Verbindungen zwischen Zürich und Mailand vor. Davon werden vier Zugspaare als Direktverbindungen mit bestehenden Neigezügen des Typs ETR 470 angeboten. Drei Verbindungen werden mit SBB Neigezügen (ICN) bis Lugano geführt. Dies erfordert für die Passagiere weiter Richtung Mailand in Lugano ein Umsteigen auf den Neigezug von Cisalpino (ETR 470). Bei der Rückreise von Mailand ist ebenfalls ein Umsteigen in Lugano auf einen SBB Neigezug notwendig. Am Abend steht eine zusätzliche Verbindung von Milano nach Luzern–Basel mit umsteigen in Lugano im Angebot. Zwischen Genf und Milano können die gewünschten Fahrzeitverkürzungen wegen der fehlenden neuen Fahrzeuge erst zu einem späteren Zeitpunkt realisiert werden.

Wie die Züge nach neuem Fahrplan verkehren, lässt sich einfach online abfragen unter www.sbb.ch.