Bereinigung der Verantwortlichkeiten bei der Bahnstromversorgung auf der Lötschbergachse.

SBB und BLS haben heute Freitag, 1. Februar 2008, eine Grundsatzvereinbarung unterzeichnet über die Eigentums- und Betriebsrechte an den Anlagen zur Bahnstromversorgung auf der Lötschbergachse. Dies ist ein wichtiger Schritt zu einer nachhaltigen Sicherung der Bahnstromversorgung der SBB und der von ihr versorgten Bahnen.

Bereits seit dem 1. Januar 2006 ist die SBB zuständig für die Bahnstromversorgung auf der Lötschbergachse. Mit diesem Schritt unterstrichen BLS und SBB schon im Vorfeld des nun vereinbarten Anlagentransfers die Notwendigkeit einer vollständigen Integration der Bahnstromversorgung der wichtigen Transitachse Lötschberg-Simplon in das Bahnstromnetz Schweiz.

Mit der nun unterzeichneten Grundsatzvereinbarung überträgt die BLS der SBB die Eigentums- und Betriebsrechte an den Übertragungsleitungen 132kV, den Unterwerken Frutigen und Kandersteg sowie die Nutzungsrechte am Frequenzumformer Wimmis. Finanziell wird das Geschäft als reiner Anlagen- und Darlehenstransfer abgewickelt. Im Gegenzug treiben die beiden Partner die Angleichung der Grenzen der Fernsteuerung der Fahrleitungsanlagen an den Perimeter der Betriebsführung der BLS in den Gebieten Aaretal und Oberwallis voran. Ziel ist, die Prozesse zu vereinheitlichen und die Zahl der Schnittstellen zu reduzieren. Die BLS ist weiterhin Bahninfrastrukturbetreiberin am Lötschberg, erhält aber neu von der SBB den Bahnstrom zu den einheitlichen Konditionen, wie sie für alle anderen Betreiber der Schweiz gelten. Durch die Integration der Anlagen in das Bahnstromnetz Schweiz unter der Systemführerschaft der SBB wird die Zuverlässigkeit der Energieversorgung am Lötschberg weiter erhöht.

Der Wechsel des Betriebs von BLS zu SBB hat keine personellen Auswirkungen.

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