Gewerkschaften akzeptieren Rahmenbedingungen zur Tavola Rotonda nicht.


Medienmitteilung, 24. März 2008

Bellinzona-Verhandlungen ohne Ergebnis


Gewerkschaften akzeptieren Rahmenbedingungen zur Tavola Rotonda nicht.

enmitteilung, 24. März 2008

Bellinzona-Verhandlungen ohne Ergebnis


Gewerkschaften akzeptieren Rahmenbedingungen zur Tavola Rotonda nicht.

Die Verhandlungen von SBB, Gewerkschaften und Streikkomitee Bellinzona von heute Abend in Bern sind ergebnislos verlaufen. Trotz weitgehendem Entgegenkommen der SBB sind die Gewerkschaften nicht bereit, die Bedingungen für eine Tavola Rotonda, wie sie vom Bundesrat angeregt wurde, zu akzeptieren.

Die SBB ist den Streikenden und den Gewerkschaften im Vorfeld der heutigen Verhandlungen wiederholt in wichtigen Punkten entgegengekommen. Die SBB hat sich bereit erklärt, die vom Bund angeregten Gespräche im Rahmen einer Tavola Rotonda ergebnisoffen zu führen. Im Rahmen der langen Verhandlungen vom Karfreitag im Convento Santa Maria Bigorio unterbreitete die SBB den Gesprächspartnern einen Entwurf für ein Abkommen, das die gewünschte Tavola Rotonda ermöglicht hätte. Das Papier findet sich in der Beilage.

Bei den heutigen Verhandlungen in Bern zeigten sich Streikkomitee und Gewerkschaften nicht bereit zu diesen ergebnisoffenen Gesprächen. Vielmehr beharrten sie auf der Bedingung, die SBB habe Garantien abzugeben und zuzusichern, dass der schwere Unterhalt von E-Lokomotiven in Bellinzona verbleibe und keine Arbeitsplätze abgebaut würden. Damit akzeptieren Streikkomitee und Gewerkschaften die Rahmenbedingungen für die von Bundesrat Moritz Leuenberger vorgeschlagene  Tavola Rotonda nicht. Die SBB hat sich nach weiteren vier Stunden Verhandlungen heute Montag deshalb entschlossen, die Verhandlungen zu unterbrechen. Sie forderte die Verhandlungspartner auf, die Bedingungen des Bundes für die Tavola Rotonda zu erfüllen.

Die SBB bedauert diesen Ausgang der über Ostern geführten Verhandlungen. Sie ist überzeugt, dass ein erfolgreicher Abschluss der Gespräche im Interesse aller Beteiligten, namentlich der Streikenden im Industriewerk Bellinzona, gewesen wäre. Sie hält ihr Gesprächsangebot aufrecht.