Stellungnahme des SBB Verwaltungsrates zum letzten Verhandlungsangebot für die Streikenden im IW Bellinzona.

Der Verwaltungsrat der SBB sieht keinen weiteren Spielraum für Verhandlungen im Rahmen von Vorgesprächen für einen runden Tisch zum IW Bellinzona. Verwaltungsratspräsident Thierry Lalive d'Epinay: «Die Geschäftsleitung hat unser letztes Angebot offen auf den Tisch gelegt. Damit ist unser Spielraum erschöpft. Das Angebot gilt bis Montag, 31. März 2008.»

Der Verwaltungsrat der SBB hatte diese Woche auf Ersuchen der Geschäftsleitung den Verhandlungsspielraum der SBB im Streit um die Zukunft des Industriewerks Bellinzona erweitert. Die SBB legte darauf am Donnerstagabend im Rahmen der Vorgespräche mit Vertretern der Streikorganisation und der Sozialpartner das neue Angebot vor mit Garantien für mögliche Gespräche im Rahmen eines runden Tisches. Von den 126 Stellen im Bereich des schweren Unterhalts von Elektrolokomotiven in Bellinzona könnten mindestens bis Ende 2012 rund 60 Stellen erhalten bleiben. Ein Teil des Lokunterhalts bliebe bis dann in Bellinzona.

Weitergehende Garantien vor Aufnahme der eigentlichen Gespräche am runden Tisch machen keinen Sinn.

Nachdem dieses Angebot von den Teilnehmern des illegaIen Streiks und der illegalen Besetzung des IW Bellinzona zurückgewiesen und als «beschämend» bezeichnet wurde, sieht die SBB keine weiteren Möglichkeiten für Vorgespräche für einen runden Tisch.
Verwaltungsratspräsident Thierry Lalive d'Epinay stellt nochmals klar: «Die Geschäftsleitung hat unser letztes Angebot im Rahmen der Vorgespräche offen auf dem Tisch gelegt. Damit ist unser Spielraum erschöpft. Unser Angebot gilt bis Montagabend, 31. März 2008.» Lalive d'Epinay fordert die Teilnehmer des illegalen Streiks und der illegalen Besetzung des IW Bellinzona in Bellinzona nochmals auf, die «unrechtmässige und ungerechtfertigte Streik- und Besetzungsaktion jetzt unverzüglich zu beenden».

Der Verwaltungsrat hat die Geschäftsleitung der SBB beauftragt, jetzt alle weiteren Massnahmen vorzubereiten, wie sie im Gesamtarbeitsvertrag geregelt sind.

Die SBB hat die für heute Nachmittag in Luzern geplanten Gespräche angesichts der fehlenden Bereitschaft der Streikenden, auf das jüngste SBB- Angebot ernsthaft einzutreten, abgesagt.