Gespräche zwischen dem Kanton Freiburg und der SBB führen zu Vereinbarung.

SBB und Kanton Freiburg haben nach ausführlichen Gesprächen in einer Vereinbarung ihre Zusammenarbeit zur künftigen Entwicklung des öffentlichen Verkehrs und zur Nutzung des Standortes Freiburg für die SBB geregelt. Der «Accord» legt die gemeinsamen prioritären Projekte und Arbeitsfelder der nächsten Jahre fest. Ab 2009 wird die SBB 50 bis 100 qualifizierte Arbeitsstellen neu im Kanton Freiburg ansiedeln. Der Entscheid zur Verlagerung des Kundenservice-Centers von SBB Cargo nach Basel wird wie geplant umgesetzt.

Die Gespräche zwischen SBB und Freiburger Regierung wurden im Nachgang zum Entscheid der SBB geführt, das Kundenservice-Center (KSC) von SBB Cargo von Freiburg nach Basel zu verlegen. Die Konzentration von Verkaufs- und Auftragsbearbeitung sowie Kundeninformation in Basel ermöglicht dem Unternehmen Synergien mit Produktion, Planung, Disposition und Verkauf zu gewinnen.

Der Kanton Freiburg nahm mit Bedauern Kenntnis vom Entscheid und den Beweggründen der SBB, im Zusammenhang mit der langfristigen Sanierung von SBB Cargo das KSC von Freiburg nach Basel zu transferieren. Die Regierung des Kantons Freiburg unterstrich zudem die hohe soziale Qualität und Unterstützung der SBB für die von der Standortverlegung des KSC nach Basel betroffenen Mitarbeitenden.

Im Rahmen der Gespräche einigten sich die Gesprächspartner auf eine gemeinsame Vereinbarung im Bestreben, den öffentlichen Verkehr im Kanton Freiburg mit einer erfolgreichen und nachhaltigen Zusammenarbeit zu fördern und den attraktiven Wirtschaftsstandort an der Sprachgrenze zugunsten der unternehmerischen Aktivitäten der SBB zu nutzen.

Die SBB verpflichtet sich in diesem «Accord», bis Ende 2009 zwischen 50 bis 100 qualifizierte Arbeitsstellen im Kanton Freiburg neu anzusiedeln. Konkret plant die SBB im Kanton Freiburg ein «Shared Service Center» des Personalbereichs der SBB. Bisher waren diese Leistungen im ganzen Unternehmen auf über ein Dutzend Standorte verteilt. Künftig sollen sie auf ein bis drei Standorte zentralisiert werden. Die Zentralisierung und die damit angestrebte Standardisierung und Automatisierung der Abläufe in diesem Bereich erlaubt es der SBB, unter Einhaltung klar definierter Qualitätsstandards Kosten einzusparen.

In ihrer Vereinbarung einigten sich SBB und Kantonsregierung auch auf eine vorzeitige Realisierung und die Finanzierung der geplanten Haltestelle Fribourg St. Léonard. Zudem wollen die Gesprächspartner den regionalen Personenverkehr im Grossraum Freiburg–Lausanne–Neuenburg–Bern gemeinsam mit den Transports Publics Fribourgeois (TPF)Link öffnet in neuem Fenster. weiter entwickeln und sich gemeinsam engagieren für eine rasche Realisierung der notwendigen Ausbauten auf der zentralen Eisenbahnachse zwischen Bern und Lausanne.

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