Rangierbahnhof-Landschaft SBB: Rangierleistungen werden in Däniken konzentriert.

Aufgrund sich ändernder Marktbedürfnisse passt die SBB ihre Rangierbahnhof-Landschaft an. Der Verwaltungsrat der SBB hat das entsprechende Konzept verabschiedet. Per Ende 2008 werden im Rangierbahnhof Olten die Rangierleistungen auf die Anlage Däniken konzentriert; 28 Arbeitsplätze gehen verloren. Die SBB sucht für alle betroffenen Mitarbeitenden eine Lösung ohne Entlassungen.

Der Rangierbahnhof Olten besteht aus zwei Anlagen mit rund 70 Beschäftigten, der Anlage Olten und der Anlage Däniken. Ab Fahrplanwechsel im Dezember 2008 wird die Anlage Olten keine Rangierleistungen mehr erbringen; diese werden auf die Anlage Däniken konzentriert. In Däniken verfügt SBB Infrastruktur über die modernere und leistungsfähigere Anlage. Die Anlage Olten wird umgenutzt, d.h. die Gleise stehen weiterhin für Nahzustellungen und zum Abstellen von Zügen zur Verfügung. Von dieser Massnahme sind rund 36 Mitarbeitende des Rangierbahnhofs Olten betroffen. Für 5 bis 8 von ihnen besteht die Möglichkeit, zu SBB Cargo zu wechseln. Verloren gehen gesamthaft 28 Arbeitsplätze.

Die SBB hat die Sozialpartner bereits frühzeitig über die geplanten Massnahmen informiert und führt die Suche nach neuen Beschäftigungen gemeinsam mit den betroffenen Mitarbeitenden durch. Entlassungen gibt es gemäss geltendem Gesamtarbeitsvertrag keine.


Umsetzung in zwei Schritten.

Der Verwaltungsrat der SBB hat dem zugrunde liegenden Konzept der künftigen SBB Rangierbahnhof-Landschaft an seiner jüngsten Sitzung zugestimmt. Ausgangspunkt sind veränderte Marktbedingungen und Kundenanforderungen. Diese haben bei SBB Cargo zu einer neuen Produktepalette und damit auch zu einem neuen Verkehrskonzept geführt – mit Auswirkungen auf die Landschaft der Rangierbahnhöfe. SBB Cargo und Infrastruktur haben deshalb gemeinsam eine Gesamtstrategie zur Optimierung der Rangierbahnhof-Landschaft erarbeitet. Nebst den Anpassungen im Verkehrskonzept von SBB Cargo ist die SBB überdies durch die die gültige Leistungsvereinbarung mit dem Bund verpflichtet, zu prüfen, ob die Anzahl der heute acht Rangierbahnhöfe zukünftig auf sechs reduziert werden kann. Denn die bestehenden Rangierbahnhöfe weisen hohe ungedeckte Betriebskosten aus und sind nur ungenügend ausgelastet. In den Rangierbahnhöfen Olten und Biel stehen zudem hohe Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen an.

Das neue Verkehrskonzept von SBB Cargo sowie der Anpassungsbedarf bei den Rangierbahnhöfen führen zu folgenden Massnahmen:

  • In einem ersten Schritt führt SBB Cargo im Dezember 2008 sein Express-Netz ein. Die Rangierleistungen werden auf die drei Rangieranlagen in Zürich-Mülligen, Däniken und Renens konzentriert. Dies führt zur erwähnten Konzentration der Rangierleistungen auf die Anlage Däniken.
  • Voraussichtlich im Dezember 2009 folgt die schweizweite Einführung des Cargo-Rail-Netzes. Die Konzentration auf wenige Rangierbahnhöfe führt zu einer hohen Kapazitätsauslastung und flexibleren Abhol-, Zustell- und Transportzeiten. Dies wird Auswirkungen auf den Rangierbahnhof Biel haben: Der Bedarf an Rangierleistungen wird sinken. Detailstudien liegen noch keine vor. Die Auswirkungen auf den Rangierbahnhof Biel sowie dessen Umnutzung werden in einem nächsten Schritt vertieft geprüft.

Bei den übrigen sechs SBB Rangierbahnhöfen sind gemäss Beschluss des VR SBB zurzeit keine grundsätzlichen Änderungen vorgesehen.

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